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Kuba: "Maximo Lider" ist geschrumpft

Kubas Präsident Fidel Castro hat nach eigenen Worten die kritische Phase nach seiner Operation überstanden. Doch der "Maximo Lider" hat 20 Kilo abgenommen.

Kubas Präsident Fidel Castro befindet sich nach seiner Operation eigenen Angaben zufolge auf dem Weg der Besserung. Er habe zwar seit dem medizinischen Eingriff vor einem Monat knapp 20 Kilogramm abgenommen, doch das Schlimmste sei überstanden, erklärte er. Eine vollständige Genesung brauche aber längere Zeit, hieß es in einer von der kommunistischen Parteizeitung "Granma" veröffentlichten Stellungnahme Castros. Die Internetseite des Blattes zeigte den Staatschef, wie er in einem blauen Pyjama und Badelatschen in einem Schaukelstuhl sitzt. Die Fotos wurden offenbar in einem Krankenhauszimmer aufgenommen.

"Dem Land geht es gut"

"Man kann sagen, dass der kritischste Moment hinter uns liegt", wird Castro zitiert. Er werde schon in den kommenden Tagen einige Würdenträger empfangen, hieß es. Doch dies sei kein Grund für überstürztes Handeln, betonte er: "Ich bin momentan nicht in Eile und niemand sollte in Eile seien. Dem Land geht es gut und es bewegt sich nach vorne."

Am vergangenen Freitag wurden bereits Fernsehbilder ausgestrahlt, die Castro gemeinsam mit dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez zeigten. Auch auf diesen schien der Staatschef deutlich gesünder als auf einem anlässlich seines 80. Geburtstags am 13. August ausgestrahlten Video.

Castro hatte sich Ende Juli einer schweren Darmoperation unterziehen müssen und deshalb seine Ämter nach offiziellen Angaben "vorübergehend" an seinen Bruder und Verteidigungsminister Raul Castro abgegeben. Weltweit wurde daraufhin über ein mögliches Ende von Fidels 47-jähriger Regierungszeit spekuliert. Er ist der am längsten regierende Staatschef der Welt. An was genau Castro leidet oder litt wird gehütet wie ein Staatsgeheimnis.

Reuters / Reuters
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