Am Freitag öffnete der Iran die Straße von Hormus wieder. Einen Tag später macht Teheran dies rückgängig. Was folgt jetzt? Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Rune Weichert
Mehr als anderthalb Monate nach Beginn des Irankriegs will das Land ab Montag Auslandsflüge wieder zulassen. Eine entsprechende Genehmigung sei für den Flughafen Maschhad im Nordosten des Landes erteilt worden, berichtet das iranische Fernsehen unter Berufung auf den Verband für zivile Luftfahrt. Später teilt der Verband laut der amtlichen Nachrichtenagentur Irna mit, Passagiere könnten nun Tickets für internationale Flüge von und nach Maschhad buchen.
Die iranischen Flughäfen waren nach dem Beginn des von Israel und den USA gestarteten Krieges gegen die Islamische Republik am 28. Februar geschlossen worden. Vor einer Weile kündigte der Verband für zivile Luftfahrt dann eine schrittweise Öffnung des iranischen Luftraums an, beginnend mit Transitflügen, gefolgt von Flügen aus dem Osten des Iran. Die Flughäfen in der bevölkerungsreichen Hauptstadt Teheran sollen in einer dritten Phase wieder öffnen. Abschließend nehmen dem Plan zufolge abschließend auch die Airports im Westen des Landes ihren Betrieb wieder auf.
Die iranischen Flughäfen waren nach dem Beginn des von Israel und den USA gestarteten Krieges gegen die Islamische Republik am 28. Februar geschlossen worden. Vor einer Weile kündigte der Verband für zivile Luftfahrt dann eine schrittweise Öffnung des iranischen Luftraums an, beginnend mit Transitflügen, gefolgt von Flügen aus dem Osten des Iran. Die Flughäfen in der bevölkerungsreichen Hauptstadt Teheran sollen in einer dritten Phase wieder öffnen. Abschließend nehmen dem Plan zufolge abschließend auch die Airports im Westen des Landes ihren Betrieb wieder auf.
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Rune Weichert
Trump droht dem Iran erneut – und schickt Unterhändler nach Pakistan
Aber Donald Trump teilt in seinem Truth-Social-Post auch eine Ankündigung zu den verhandlungen zwischen den USA und dem Iran: Eine Delegation aus Washington reise Trumps Angaben zufolge für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad. Seine Vertreter würden dort am Montagabend sein. Ob pakistanische Ortszeiit oder US-Zeit lässt Trump offen.
Rune Weichert
An der US-Ostküste ist es jetzt 8.20 Uhr – und Donald Trump scheint schon wach zu sein. Auf seiner hauseigenen Social-Media-Plattfom Truth Social droht er dem Iran. Mal wieder.
„Der Iran hat gestern beschlossen, in der Straße von Hormus Schüsse abzufeuern – ein eklatanter Verstoß gegen unser Waffenstillstandsabkommen! Viele davon waren auf ein französisches Schiff und einen Frachter aus dem Vereinigten Königreich gerichtet. Das war nicht gerade nett, oder?“US-Präsident Donald Trump
Man biete dem Iran einen „sehr fairen und vernünftigen DEAL an“, so Trump. Wenn Teheran diesen nicht annehme, würden die USA „jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran ausschalten“.
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Rune Weichert
An der US-Ostküste ist es jetzt 8.20 Uhr – und Donald Trump scheint schon wach zu sein. Auf seiner hauseigenen Social-Media-Plattfom Truth Social droht er dem Iran. Mal wieder.
„Der Iran hat gestern beschlossen, in der Straße von Hormus Schüsse abzufeuern – ein eklatanter Verstoß gegen unser Waffenstillstandsabkommen! Viele davon waren auf ein französisches Schiff und einen Frachter aus dem Vereinigten Königreich gerichtet. Das war nicht gerade nett, oder?“US-Präsident Donald Trump
Man biete dem Iran einen „sehr fairen und vernünftigen DEAL an“, so Trump. Wenn Teheran diesen nicht annehme, würden die USA „jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran ausschalten“.
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Rune Weichert
Die iranischen Streitkräfte hindern nach einem Medienbericht zufolge zwei Tanker an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die unter den Flaggen von Botswana und Angola fahrenden Schiffe seien nach Warnungen zur Kursänderung gezwungen worden, meldet die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim. Als Grund für das Vorgehen nennt die Agentur die anhaltende Seeblockade der USA gegen den Iran und spricht von einer unbefugten Durchfahrt.
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Rune Weichert
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen droht mit neuen Angriffen auf Handelsschiffe. Der ranghohe Huthi-Vertreter Hussein al-Essi spricht dabei auch von einer möglichen Schließung der Meerenge Bab al-Mandab, die den Suezkanal und Europa vom Indischen Ozean und Asien trennt. US-Präsident Donald Trump ruft er auf, den „Frieden“ in der Region nicht weiter zu behindern. Die Huthi-Miliz zählt wie die Hisbollah im Libanon zur sogenannten iranischen „Achse des Widerstands“ gegen die USA und Israel. Seit der Schließung der Straße von Hormus ist die Bedeutung des Roten Meeres als Handelsweg noch gestiegen.
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Rune Weichert
Der iranische Präsident Massud Peseschkian unterstreicht mit neuen Äußerungen die Differenzen mit den USA im Streit über das Atomprogramm der Islamischen Republik. US-Präsident Donald Trump sage, der Iran dürfe seine „nuklearen Rechte“ nicht ausüben, nenne aber kein Verbrechen, das dies begründe, zitiert die Nachrichtenagentur Isna Peseschkian. „Wer ist er, dass er einer Nation ihre Rechte abspricht?“, erklärt Peseschkian demnach.
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Rune Weichert
Bei Kämpfen im Süden des Libanon ist nach Armeeangaben ein israelischer Soldat getötet worden. Der 31-Jährige sei „im Gefecht gefallen“, erklären die israelischen Streitkräfte, ohne nähere Angaben zu machen. Zwischen Israel und dem Libanon war eigentlich in der Nacht auf Freitag eine zehntägige Waffenruhe in Kraft getreten. Der 31-Jährige ist der zweite israelische Soldat, der seit Beginn der Waffenruhe getötet wurde.
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Rune Weichert
Iran: Weit von endgültiger Einigung mit USA entfernt
Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf gibt Fortschritte bei den Verhandlungen mit den USA zur Beendigung des Krieges bekannt. Von einer Einigung seien beide Seiten aber noch weit entfernt, sagte Ghalibaf am Samstagabend im iranischen Fernsehen.
„Wir sind noch weit von der letzten Gesprächsrunde entfernt“, sagt Ghalibaf, der einer der iranischen Unterhändler ist, und fügt hinzu: „Wir haben in den Verhandlungen Fortschritte erzielt, aber es gibt viele Diskrepanzen und einige grundlegende Punkte sind nach wie vor offen.“
Ghalibaf und seine Delegation hatten am vergangenen Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche mit US-Vizepräsident JD Vance geführt.
Ghalibaf sagte am Samstag, der Iran habe den Krieg „auf dem Schlachtfeld“ gewonnen. Die USA hätten ihre Kriegsziele nicht erreicht und der Iran kontrolliere die strategisch wichtige Straße von Hormus.
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Rune Weichert
Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz sieht die zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte Waffenruhe als Erfolg seiner Schiiten-Organisation. Die Feuerpause wäre nicht ohne den Kampf seiner Miliz im Südlibanon erreicht worden, sagt Naim Kassim laut einer am Samstagabend veröffentlichten Mitteilung. Kurz nach Beginn des Irankriegs Ende Februar hatten sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah und Israels Militär erneut Kämpfe geliefert. In der Nacht zum Freitag trat die Waffenruhe in Kraft. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind dabei selbst nicht Konfliktpartei.
Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten, sagt der Hisbollah-Chef laut Mitteilung. Da man dem Feind aber nicht traue, würden die Kämpfer seiner Miliz mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstöße entsprechend reagieren, heißt es. Als nächste Schritte – mit Blick auf einen dauerhaften Frieden – führte Kassim die Einstellung der Angriffe seitens Israels und einen Abzug von dessen Truppen aus dem Libanon an.
Kassim zufolge sei die Hisbollah „vollständig bereit zur Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden in einem neuen Kapitel, das auf der Verwirklichung der libanesischen Souveränität beruht.“
Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten, sagt der Hisbollah-Chef laut Mitteilung. Da man dem Feind aber nicht traue, würden die Kämpfer seiner Miliz mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstöße entsprechend reagieren, heißt es. Als nächste Schritte – mit Blick auf einen dauerhaften Frieden – führte Kassim die Einstellung der Angriffe seitens Israels und einen Abzug von dessen Truppen aus dem Libanon an.
Kassim zufolge sei die Hisbollah „vollständig bereit zur Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden in einem neuen Kapitel, das auf der Verwirklichung der libanesischen Souveränität beruht.“
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Kai Müller
Irans Revolutionsgarden drohen mit Beschuss aller Schiffe an Straße von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen auf alle Schiffe gedroht, welche die für den Welthandel immens wichtige Straße von Hormus zu durchfahren versuchen. „Jeder Versuch, sich der Straße von Hormus zu nähern, wird als Kooperation mit dem Feind betrachtet werden“, warnen die Revolutionsgarden in einer Erklärung auf ihrer Website „Sepah News“. Jedes Schiff, das auf die Meerenge zufahre, werde „ins Visier genommen“.
Die Revolutionsgarden warnen alle Schiffe „von jeglicher Art“ davor, ihre Ankerplätze im Persischen Golf und dem Golf von Oman nicht zu verlassen. Dies sind die beiden Meeresgebiete, die durch die Straße von Hormus verbunden werden.
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Kai Müller
Eigentlich warteten alle auf einen neuen Verhandlungstermin im Iran-Konflikt. Nun nimmt Teheran die Öffnung der Straße von Hormus zurück. Wie reagiert Trump?
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Rune Weichert
Iran: Hormus-Sperre als Hebel gegen Sanktionen
Der Iran nutzt die Sperrung der Straße von Hormus nach eigenen Angaben gezielt als politisches Druckmittel gegen internationale Sanktionen. Wie der Erste Vizepräsident Mohammed-Resa Aref laut Nachrichtenagentur Fars sagt, sei Teheran durch die Verwaltung der Meerenge in der Lage, allen wirtschaftlichen Strafmaßnahmen standzuhalten. Das Ende des Krieges mit den USA und Israel wird aus Sicht von Aref mit einem Ende der Sanktionen zusammenfallen.
Nach Auffassung des Vizepräsidenten liegt die Verwaltung der Wasserstraße völkerrechtlich in der alleinigen Verantwortung des Irans. Diese Aussage ist aber höchst umstritten und entspricht nicht der herrschenden internationalen Rechtsauffassung.
Der Iran unterliegt seit Jahren einem Geflecht von internationalen Strafmaßnahmen – unter anderem des UN-Sicherheitsrats, der USA und der EU. Die Sanktionen hängen unter anderem mit dem Atom- und Raketenprogramm sowie schweren Menschenrechtsverletzungen zusammen.
Nach Auffassung des Vizepräsidenten liegt die Verwaltung der Wasserstraße völkerrechtlich in der alleinigen Verantwortung des Irans. Diese Aussage ist aber höchst umstritten und entspricht nicht der herrschenden internationalen Rechtsauffassung.
Der Iran unterliegt seit Jahren einem Geflecht von internationalen Strafmaßnahmen – unter anderem des UN-Sicherheitsrats, der USA und der EU. Die Sanktionen hängen unter anderem mit dem Atom- und Raketenprogramm sowie schweren Menschenrechtsverletzungen zusammen.
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Rune Weichert
US-Präsident Donald Trump lässt sich nach eigenen Angaben nicht von der iranischen Blockade der Straße von Hormus unter Druck setzen. Teheran gehe seit Jahren so vor – „damit können sie uns nicht erpressen“, sagt er vor Journalisten im Weißen Haus. Trump betont, dass beide Seiten weiterhin verhandelten. „Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut“, sagt er. Bis zum Ende des Tages könnte es einige neue Erkenntnisse geben.
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Rune Weichert
Bei der vorübergehenden Öffnung der Straße von Hormus haben Schifffahrtsdaten zufolge mehr als ein Dutzend Tanker die Meerenge passiert. Bei den Schiffen, die die Route durch iranische Gewässer südlich der Insel Larak nahmen, handelt es sich demnach vorwiegend um ältere Frachter, die nicht westlichen Besitzern gehören. Darunter befinden sich auch mehrere mit Sanktionen belegte Schiffe. Der Iran habe die Durchfahrt für eine begrenzte Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen auf Basis vorheriger Vereinbarungen erlaubt, teilten die iranischen Revolutionsgarden mit.
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Rune Weichert
Einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel ist ein französischer Blauhelmsoldat bei einem Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Drei weitere französische Blauhelmsoldaten seien bei dem Angriff am Samstag verletzt worden, teilt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X mit. Es deute alles darauf hin, dass die pro-iranische Hisbollah „für diesen Angriff verantwortlich ist“.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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