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Kurdenkonflikt PKK zieht Kämpfer aus Türkei ab


Die Zeichen stehen auf Frieden: Nach der Verkündung des Waffenstillstandes durch PKK-Gründer Öcalan hat die Kurden-Organisation nun angekündigt, ihre Kampfeinheiten aus der Türkei abziehen zu wollen.

Die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zieht ihre Kämpfer aus der Türkei ab. Der Rückzug in den Nordirak werde am 5. Mai beginnen, sagte PKK-Kommandeur Murat Karayilan am Donnerstag im Hauptquartier der Rebellen in den nordirakischen Kandil-Bergen, wie die PKK-nahe Agentur Firat News meldete. Damit tritt der Ende vergangenen Jahres gestartete türkisch-kurdische Friedensprozess in eine neue Phase ein.

Der inhaftierte PKK-Gründer Abdullah Öcalan hatte die PKK Ende März zu einem Waffenstillstand und einem Rückzug ihrer Kämpfer aus der Türkei aufgerufen. Öcalan verhandelt seit Ende vergangenen Jahres in der Haft mit dem türkischen Geheimdienst MIT über eine friedliche Beilegung des Kurdenkonflikts, dem seit 1984 mehr als 40.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Im Gegenzug für das Ende des bewaffneten Kampfes fordert Öcalan die Garantie kurdischer Rechte durch den türkischen Staat.

Es geht um rund 1500 Männer

Nach Schätzungen der türkischen Regierung halten sich etwa 1500 PKK-Kämpfer im Osten und Südosten der Türkei auf. Sie sollen nun in den Norden des Irak abziehen, wo die PKK mehrere Stützpunkte unterhält. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Rebellen mehrfach zugesagt, die türkische Armee werde sie beim Rückzug nicht angreifen.

Karayilan sagte, der Abzug werde gestoppt, falls die PKK-Einheiten angegriffen würden. Nach einem Bericht der Zeitung "Hürriyet" sollen die aus der Türkei nach Nordirak kommenden Rebellen von Sicherheitskräften der kurdischen Autonomiebehörde im Irak in mehreren Auffanglagern untergebracht werden.

be/DPA DPA

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