HOME

Libyen: Mindestens 30 Tote bei Autobomben-Anschlägen

Drei Autobomben haben im Osten Libyens mindestens 30 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Die Anschläge sollen sich gegen den Hauptsitz der Sicherheitskräfte in Al-Koba gerichtet haben.

Bei der Explosion von drei Autobomben sind im Osten Libyens mindestens 30 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien verletzt, sagte der Vorsitzende des international anerkannten Parlaments in der Stadt Tobruk, Akil Saleh, dem Fernsehsender Al-Arabija. Die Anschläge seien gegen den Hauptsitz der Sicherheitskräfte in dem Ort Al-Koba gerichtet gewesen.

Libyen versinkt seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 im Bürgerkriegschaos. Mehrere Milizen bekämpfen sich. Außerdem ringen zwei konkurrierende Parlamente um die Macht. In Tobruk tagt die international anerkannte Kammer. In der Hauptstadt Tripolis im Westen sitzt ein von Islamisten dominiertes Parlament.

Al-Koba liegt in der Nähe der Stadt Derna, die als Hochburg des libyschen Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gilt. Die Dschihadisten machen sich das Chaos in dem Bürgerkriegsland zunutze. Am Sonntag hatten Extremisten ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung von 21 entführten ägyptischen Christen zeigte. Ägyptens Luftwaffe bombardierte danach in der Nähe Dernas IS-Stellungen.

kup/DPA / DPA