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Malta Entführung des libyschen Flugzeugs beendet - alle Geiseln frei

Malta: Passagiere verlassen das entführte Flugzeug
Malta: Passagiere verlassen das entführte Flugzeug
© Matthew Mirabelli/AFP
Zwei Männer entführten am Freitag ein libysches Flugzeug nach Malta. Mehr als 100 Passagiere und die Crew wurden zu Geiseln. Die Entführung endete glücklicherweise aber ohne Blutvergießen.

Die Flugzeugentführung in Malta in unblutig beendet.
Die beiden Entführer und die letzten Crewmitglieder verließen das Flugzeug, teilte der maltesische Regierungschef Joseph Muscat auf Twitter mit. Die Entführer hätten sich ergeben, seien durchsucht und festgenommen worden. Zuvor hatten sie bereits alle 109 Passagiere und mehrere Crewmitglieder freigelassen.

Im maltesischen Staatsfernsehen war auch zu sehen, wie ein Entführer festgenommen wurde. Über Forderungen und die Identität der Männer war zunächst nichts bekannt.

Flug 8U209 war ursprünglich am Freitag auf einem Inlandsflug von Sabha nach Tripolis, änderte aber den Kurs und landete um etwa 11.30 Uhr auf dem Malta International Airport.

Entführer angeblich Anhänger Gaddafis

Der Flughafenbetreiber hatte zunächst über eine "unrechtmäßige Störung" informiert. Libyens international anerkannte Regierung bestätigte die Entführung, wie die amtliche Nachrichtenagentur Lana meldete.

Zwei Entführer drohten Medienberichten zufolge mit einem Sprengsatz. Auch die unabhängige libysche Nachrichtenseite Alwasat berichtete von einer Drohung mit einem Sprengsatz. Darüber habe der Kapitän den Tower auf Malta informiert. Ihre Quellen nannte die Seite nicht.

Einer der Entführer habe angegeben, ein Unterstützer des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi zu sein, so die "Times of Malta". Er habe gesagt, er wolle alle Passagiere freilassen, wenn seine Forderungen erfüllt seien. Details zu den Forderungen gab es nicht.

Flugverkehr in Malta wieder aufgenommen

Das staatliche maltesische Fernsehen zeigte Bilder, auf denen vermutlich einer der Entführer zu sehen war. Nachdem alle Geiseln die Maschine verlassen hatten, trat er an die Tür und schwenkte die alte libysche Staatsflagge. Die Flagge war nach dem Sturz und Tod Gaddafis 2011 abgeschafft worden. Auch ein Angehöriger des libyschen Parlaments hatte sich an Bord befunden, meldete der Nachrichtensender Al-Arabija.

Der anfangs völlig unterbrochene Flugverkehr wurde am Freitagnachmittag teilweise wieder aufgenommen.

ivi DPA

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