HOME

Anschlag: Manchester: Die verzweifelte Suche nach Vermissten

Nach dem Anschlag in Manchester, bei dem 22 meist junge Menschen und Kinder getötet wurden, vermissen viele noch Angehörige. Auf Twitter und Facebook suchen sie verzweifelt nach ihnen.

Manchester Vermisste

Konzertbesucher von Ariana Grande verlassen das Holiday Inn in Manchester, wo viele Aufnahme fanden nach dem Schock

Der Anschlag in der Manchester Arena hat bislang 22 Todesopfer gefordert, 59 Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt. Die Explosion, die nach jetzigem Kenntnisstand von einem Selbstmordattentäter unmittelbar nach dem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande ausgelöst wurde, verursachte im Foyer der Arena eine heillose Panik. Viele Kinder und Teenies warteten auf ihre Eltern oder waren mit ihnen zusammen auf dem Konzert. In dem Chaos nach der Detonation wurden zahlreiche von ihnen getrennt.

Jetzt suchen viele in den sozialen Medien nach ihren Angehörigen. Unter dem Hashtag #ManchesterMissing läuft die Suche auf Twitter. Auch auf Facebook posteten Angehörige Suchanzeigen mit Namen und Bildern ihrer Liebsten. Die Hilferufe wurden und werden tausendfach geteilt, eine Welle der Solidarität rollt durch die sozialen Medien.

Ausgeschaltete Handys lassen Eltern verzweifeln

So wird zum Beispiel Olivia Campell von ihren Eltern vermisst. Wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtet, habe ihre Mutter zuletzt am Montagabend von ihrer 15-jährigen Tochter gehört, als sie miteinander telefonierten. Jetzt könne sie ihre Tochter nicht mehr erreichen. Ihr Handy sei ausgeschaltet. Olivia Campell soll auch offiziell als vermisst gelten.

Auch Laura MacIntyre und Eilidh MacLeod werden seit dem Anschlag vermisst. Die "BBC" berichtet, dass Ihr Vater einen Suchaufruf auf Twitter gepostet habe. Eine Tante beteiligte sich mit einem Aufruf auf Facebook.  


Gleichzeitig boten viel Menschen via Twitter und Facebook ihre Hilfe an. Das Bild eines Taxifahrers, der kostenlose Fahrten für Opfer übernahm , machte auf Twitter die Runde. Unter dem Hashtag #RoomForManchester boten Hotels und Privatpersonen Erstversorgung, Zimmer und Tee an.

Allein 60 Kinder fanden sich im Hotel Holiday Inn ganz in der Nähe der Arena ein. Auch hier wurde aufgerufen, zu prüfen, ob eine Vermisste oder ein Vermisster unter diesen 60 Kindern sein könne.


Augenzeugenberichte aus Manchester: Dumpfer Knall: Video zeigt Moment der Explosion


Themen in diesem Artikel