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Nachrichten zum Terror: Merkel gegen Einsatz der Bundeswehr im Innern

Angela Merkel lehnt einen möglichen Einsatz der Bundeswehr für innere Sicherheit ab. Im Tschad sterben bei Selbstmordanschlägen mindestens 30 Menschen. Die Ereignisse des Tages zum Nachlesen.

"Die Sicherheitsmaßnahmen bleiben so, wie sie jetzt sind", sagt Angela Merkel

"Die Sicherheitsmaßnahmen bleiben so, wie sie jetzt sind", sagt Angela Merkel

Der Terror und die Reaktionen darauf halten Europa und die Welt weiter in Atem. Im Tschad sterben bei einem Selbstmordanschlag mindestens 27 Menschen. Das FBI hat auch den Anschlag in Kalifornien als Terrorakt eingestuft. Angela Merkel lehnt einen möglichen Einsatz der Bundeswehr für innere Sicherheit ab. 

Die Ereignisse des Tages für Sie zum Nachlesen:

+++ 16.13 Uhr: IS-Sender spricht bei Attentäter-Ehepaar von "Unterstützern" +++

Der IS erklärt über seinen Radiosender Al-Bajan, "zwei Unterstützer" hätten den Anschlag in Kalifornien verübt. Die Täter werden aber nicht als Mitglieder oder wie ansonsten häufig üblich als "Soldaten des Kalifats" bezeichnet. Laut FBI gibt es keinen Beweis, dass der IS hinter der Tat steckt. Falls die Täter aber von islamistischen Extremisten inspiriert wurden, wie Ermittler mittlerweile vermuten, wäre es das schwerste Attentat dieser Art in den USA seit den Anschlägen am 11. September 2001.


+++ 16.07 Uhr: Mindestens 30 Tote bei Selbstmord-Anschlag im Tschad +++

Bei einem Bombenanschlag im zentralafrikanischen Tschad sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens 30 Menschen getötet worden. Drei Selbstmordattentäter haben sich demnach auf der Insel Koulfoua im Tschadsee während eines Markttages in die Luft gesprengt. Wer hinter dem Attentat steckt, ist zunächst nicht klar. Zu Beginn des Jahres waren Tausende Menschen vor der radikal-islamischen Organisation Boko Haram auf die Insel geflohen. Allerdings ist noch nicht bekannt, ob diese Menschen sich noch auf Koulfoua aufhalten.

+++ 14.50 Uhr: Obama: Schlupfloch in US-Waffengesetzen "wahnwitzig" +++


Barack Obama erneuert nach dem Blutbad in San Bernardino seine Forderung nach einer Verschärfung der US-Waffengesetze. Diese Tragödie zeige wieder einmal, dass es zu einfach für gefährliche Menschen sei, an Waffen zu kommen. Derzeit könnten Personen, deren Name auf einer Flugverbotsliste stehe, ohne Probleme Waffen kaufen. "Das ist wahnwitzig. Wenn man zu gefährlich ist, um an Bord eines Flugzeugs zu kommen, ist man - per Definition - zu gefährlich für eine Waffe", sagt Obama. Der Kongress müsse dieses Schlupfloch sofort schließen.

+++ 14.07 Uhr: Deutsche Fregatte vor Einsatzbeginn mit Franzosen +++

Die für den Anti-Terror-Einsatz gegen den IS abgestellte Fregatte "Augsburg" soll in der Nacht zum Sonntag ihren Einsatzverband erreichen. Das bislang im Mittelmeer eingesetzte Schiff werde dann vor dem Suezkanal auf den Verband unter Führung des französischen Flugzeugträgers "Charles de Gaulle" treffen, wie ein Sprecher des Marinekommandos sagt.  Von der "Charles de Gaulle" aus will Frankreich Luftangriffe gegen den IS fliegen. Die "Augsburg" mit rund 220 Soldaten an Bord ist als Begleitschutz abkommandiert. 

+++ 13.33 Uhr: Terror-Brüder Abdeslam vor Angriffen Interpol bekannt +++

Der Pariser Selbstmordattentäter Brahim Abdeslam und sein flüchtiger Bruder Salah sind den Fahndern nach Angaben belgischer Medien schon länger bekannt gewesen. Bereits vor den Terroranschlägen in Paris am 13. November seien sie der internationalen Polizeibehörde Interpol und der EU-Polizeibehörde Europol gemeldet worden, berichten belgische Medien. Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam ist weiter flüchtig. 

+++ 11.48 Uhr: Merkel gegen Einsatz der Bundeswehr im Innern +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht sich gegen den Einsatz der Bundeswehr zur Grenzsicherung oder für Sicherheitsmaßnahmen im Inland aus. "Die Sicherheitsmaßnahmen bleiben so, wie sie jetzt sind", sagt Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. "Hoheitliche Aufgaben werden durch die Bundespolizei in Deutschland geleistet." Die Bundespolizei bekomme 2016 Tausende neuer Polizisten, auch die anderen Sicherheitsorgane erhielten mehr personelle und technische Ausstattung. Die Debatte über einen Einsatz der Bundeswehr im Innern war nach den Anschlägen von Paris von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble angestoßen worden. Das deutsche Grundgesetz verbietet bislang einen solchen Einsatz.

+++ 10.29 Uhr: Frankreich: Übergangsprozess in Syrien kann auch mit Assad beginnen +++

Frankreich pocht nicht mehr auf einen sofortigen Machtverzicht des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad. Ein Rückzug des Machthabers vor Beginn des angestrebten Übergangsprozesses in Syrien sei nicht zwingend nötig, sagt Außenminister Laurent Fabius der französischen Regionalzeitung "Le Progrès" aus Lyon. Grundsätzlich sei ein Abschied des Machthabers aber unerlässlich.

+++ 10.27 Uhr: "New York Times" kritisiert Waffengesetze +++

Die renommierte US-Zeitung "New York Times" veröffentlicht zum ersten Mal seit fast hundert Jahren einen Leitartikel auf ihrer Titelseite und spricht sich nach dem Attentat in Kalifornien mit 14 Toten für schärfere Waffengesetze aus. In dem Artikel "Beendet die Waffen-Epidemie in Amerika", der am Freitagabend im Internet und am Samstag in der gedruckten Ausgabe erschien, wird ein Verbot bestimmter Waffen und Munition für Privatleute gefordert. Es sei ein "moralisches Verbrechen und eine nationale Schande", dass Zivilisten in den USA legal Waffen kaufen könnten, die "in brutalem Tempo und mit brutaler Effizienz" Menschen töten, schreibt die Zeitung.

Hier können Sie den kompletten Artikel lesen.

+++ 10.06 Uhr: Altmaier schließt Zusammenarbeit mit syrischer Armee aus +++

Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) hat im Kampf gegen die Terrororganisation IS eine Zusammenarbeit mit der syrischen Armee ausgeschlossen. "Für Deutschland und für die Europäische Union ist klar, das wir weder mit (dem Machthaber Baschar al-)Assad noch mit der syrischen Armee zusammenarbeiten", sagt er dem "Spiegel". "Die syrische Armee und Assad mit seinen Fassbomben haben wesentlich dazu beigetragen, dass Hunderttausende von Menschen in den Norden von Syrien und von dort weiter in die Türkei und nach Europa geflohen sind."

+++ 9.05 Uhr: Drei Tote bei Extremismus-Razzia im Libanon +++

Mindestens drei Menschen sind Sicherheitskreisen zufolge bei einer Razzia im Haus eines mutmaßlichen Islamisten im Libanon ums Leben gekommen. Zu den Toten zählen zwei Zivilisten und der Verdächtige, der sich selbst in die Luft gesprengt habe, hieß es weiter. Mindestens zehn Menschen seien verletzt worden.

+++ 8.09 Uhr: Irak fordert sofortigen Abzug türkischer Soldaten +++

Der Irak hat die Türkei zum sofortigen Abzug ihrer Soldaten aus dem Norden des Landes aufgerufen. Die Entsendung der Einsatzkräfte sei ohne Zustimmung der irakischen Regierung erfolgt, hieß es in einer Erklärung von Ministerpräsident Haider al-Abadi. Die Türkei hatte etwa 150 Soldaten in die Nähe der vom IS besetzten Stadt Mossul im Nordirak verlegt. Nach Angaben türkischer Medien handelte es sich um eine Truppenrotation im Rahmen der Ausbildungsmission der Armee für kurdische Peschmerga-Kämpfer.

+++ 6.20 Uhr: Zentralrat der Muslime kritisiert Syrien-Einsatz der Bundeswehr +++

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland bezeichnet den beschlossenen Syrien-Einsatz der Bundeswehr als denkbar falsches Rezept im Kampf gegen den Terror. Die beste und stärkste Waffe gegen den Terror sei ein Stopp von Waffenlieferungen, sagt der Vorsitzende Aiman Mazyek der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zudem müssten die Regionalmächte an den Verhandlungstisch gezwungen werden. Durch eine starkes Versöhnungs- und Friedenskonzept müsse eine Perspektive des Lebens und nicht des Elends und Krieges aufgezeigt werden. "Damit trocknen wir Terror und Diktatur weltweit am besten aus."

+++ 4.23 Uhr: Bundeswehrverband verlangt mehr Personal für die Truppe +++

Der Bundeswehrverband bekräftigt als Reaktion auf den beschlossenen Syrien-Militäreinsatz seine Forderung nach mehr Personal für die Truppe. "Aktuell brauchen wir mindestens 5000 bis 10 000 Soldaten mehr", sagte der Verbandschef André Wüstner der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). Dies sei auch nötig, "weil ab Januar eine gesetzliche Arbeitszeit greift und den Rund-um-die-Uhr-Dienst im Grundbetrieb auf Kosten der Gesundheit zu Recht nicht mehr zulässt". Die Reduzierung der Truppe sei in der Vergangenheit zu weit gegangen. "Bei der Reform 2011 hatte niemand die Krise in der Ukraine vor Augen oder den Kampf gegen den "Islamischen Staat" im Blick."

+++ 1.00 Uhr: Familie von San-Bernardino-Attentäter sah keine Anzeichen für Terrorverbindung +++

Die Angehörigen des Attentäters in San Bernardino wussten nach Angaben ihrer Anwälte nichts von angeblichen Verbindungen zu Terrorgruppen. Sie hätten keinerlei Anzeichen für "extremistische Ansichten" von Syed Farook gesehen, sagt Anwalt David Chesley. Die Familie sei von der Bluttat total schockiert gewesen. Chesley warnt vor "voreiligen Rückschlüssen" auf die Hintergründe des Massakers. Die Motive der Schützen seien derzeit "sehr unklar", sagte der Anwalt. Es könnte sich um einen Streit am Arbeitsplatz handeln. Nach Angaben der Familie habe Farook erzählt, er sei wegen seines langen Bartes von Kollegen gehänselt worden.

+++ 00.26 Uhr: UN-Sicherheitsrat will über Austrocknung von IS-Finanzen beraten +++

Die Finanzminister der im UN-Sicherheitsrat vertretenen Staaten wollen noch vor Weihnachten Maßnahmen erörtern, Extremistengruppen wie den Islamischen Staat (IS) finanziell auszutrocknen. Die Finanzminister der 15 Mitgliedstaaten würden dazu am 17. Dezember in New York zusammenkommen, teilte das US-Finanzministerium in Washington am Freitag mit.


4. Dezember 2015


+++ 22.10 Uhr: FBI: Keine Verbindung von San-Bernardino-Tätern zu Terrornetzwerken +++

Die US-Bundespolizei geht bei den Ermittlungen zu der Attacke von San Bernardino von Einzeltätern aus. Es gebe keine Hinweise auf eine Verbindung der Täter zu internationalen Terrornetzwerken. Beide seien zuvor nicht polizeibekannt gewesen. "Wir versuchen jedes Detail in ihrem Leben zu verstehen", sagt FBI-Direktor James Comey in Washington.

Es gebe auch keine Indizien dafür, dass das Täter-Ehepaar mit Wurzeln in Pakistan und Saudi-Arabien Teil einer Terrorzelle war, sagt Comey. "Wir haben keine solchen Hinweise", betonte er. Es könne aber sein, dass sich die Täter haben inspirieren lassen.

+++ 20.35 Uhr: FBI stuft Schießerei in Kalifornien als "Terrorakt" ein +++

Das FBI hat die Schießerei in Kalifornien mit 14 Todesopfern als "Terrorakt" eingestuft. Nach der Tat des Ehepaars Syed Farook und Tashfeen Malik werde wegen eines terroristischen Aktes ermittelt, teilte die US-Bundespolizei am Freitag in San Bernardino mit. 

+++ 19.31 Uhr: Dschihadisten von Al-Kaida und Belmokhtar schließen sich zusammen +++

Die Dschihadistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) hat sich nach eigenen Angaben im Kampf gegen Frankreich mit der Gruppe Al-Mourabitoune des algerischen Islamisten Mokhtar Belmokhtar zusammengeschlossen. Diese "Allianz der Dschihadisten" habe sich bei dem gemeinsamen Angriff auf das Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako "konkretisiert", heißt es in einer im Internet kursierenden Audiobotschaft des algerischen Aqmi-Chefs. Die Geiselnahme in dem Hotel war am 20. November unter Beteiligung von Sondereinheiten aus Frankreich und den USA beendet worden. Bei dem Angriff gab es nach Angaben der Behörden in Mali 22 Tote.

+++ 19.28 Uhr: US-Allianz greift Ölanlagen unter IS-Kontrolle in Syrien an +++

Die von den USA geführte Allianz hat in Syrien mehrere Ölanlagen unter Kontrolle der IS-Miliz angegriffen. 26 Angriffe seien am Donnerstag geflogen worden, teilt das US-Militär mit. Im Visier seien unter anderem ein Ölfeld und eine Öl- und Gasanlage gewesen. Auch andere Stellungen des IS seien attackiert worden. Die russische Luftwaffe flog ebenfalls Angriffe auf die Miliz. Knapp 1500 "terroristische Ziele" in Syrien seien von 26. November bis 4. Dezember angegriffen worden, erklärt das Verteidigungsministerium in Moskau russischen Nachrichtenagenturen zufolge. 

+++ 19.00 Uhr: Bundeswehrfregatte "Augsburg" startet Einsatz unter Syrien-Mandat +++

Wenige Stunden nach der Verabschiedung des Mandats für den Syrien-Einsatz der Bundeswehr ist die Fregatte "Augsburg" an der Seite des französischen Flugzeugträgers "Charles de Gaulle" im Mittelmeer unterwegs. Das Schiff sei nach dem Auslaufen aus dem Hafen der sizilianischen Stadt Augusta "am frühen Abend dem multinationalen Trägerverband unterstellt worden", sagt ein Sprecher des Einsatzführungskommandos. In Augusta seien zuvor zwei Hubschrauber an Bord genommen worden. Die "Augsburg", die gemeinsam mit weiteren Schiffen aus Belgien, Frankreich und Großbritannien die "Charles de Gaulle" schützen soll, befinde sich damit unter französischem Kommando. Der Verband sei auf dem Weg in den Persischen Golf.

+++ 17.52 Uhr: Polizei sucht nach Pariser Anschlägen zwei neue Verdächtige +++

Im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen suchen die Polizeibehörden in Belgien und Frankreich nach zwei neuen Verdächtigen. Die belgische Staatsanwaltschaft teilt in Brüssel mit, es handele sich um zwei Männer, die an der ungarisch-österreichischen Grenze kontrolliert worden seien, als sie mit falschen Identitäten mit dem seit den Anschlägen vom 13. November gesuchten Verdächtigen Salah Abdeslam unterwegs gewesen seien. Die Kontrolle ereignete sich demnach am 9. September.

Das sind die beiden gesuchten Männer

Das sind die beiden gesuchten Männer


+++ 17.39 Uhr: Taliban-Chef Mansur laut Kabuls Regierung tot +++

Der Chef der afghanischen Taliban, Mullah Achtar Mansur, ist nach Angaben eines Regierungssprechers tot. "Taliban-Anführer Mullah Achtar Mansur ist an seinen Verletzungen gestorben", schreibt Regierungssprecher Sultan Faisi im Kurznachrichtendienst Twitter. Beweise nennt er allerdings nicht, auch auf Nachfrage gibt es zunächst keine weiteren Informationen. Die Islamisten weisen die Mitteilung entschieden zurück.

+++ 17.16 Uhr: EU-Innenminister wollen Fluggastdaten sechs Monate speichern +++

Drei Wochen nach den Anschlägen von Paris ist die EU der Einführung einer europaweiten Fluggastdatenspeicherung einen Schritt näher gekommen. Die EU-Innenminister akzeptieren in Brüssel einen Kompromiss, der eine Speicherung von Passagierdaten für sechs Monate vorsieht. Sie verlangen gleichzeitig, dass auch innereuropäische und Charterflüge bei der Speicherung erfasst werden, um eine wirksame Terrorbekämpfung zu ermöglichen. Nun muss das EU-Parlament entscheiden.

+++ 17.14 Uhr: Kerry hält Kooperation mit Syriens Armee vor Assad-Rücktritt für denkbar +++

Die US-Regierung hält einen sofortigen Rücktritt von Syriens Präsident Baschar al-Assad zur Lösung der Syrien-Krise offenbar nicht mehr für nötig. US-Außenminister John Kerry sagt in Athen, er sehe dies nicht als Vorbedingung für den Beginn einer Zusammenarbeit zwischen syrischen Rebellen und der syrischen Armee gegen die Extremistenmiliz IS. Möglicherweise sei eine Kooperation schon vor einem Rückzug Assads möglich. "Aber eine Zusammenarbeit wäre extrem schwierig ohne Vertrauen der Opposition darin, dass eine Lösung in Sicht ist", fügt der US-Außenminister hinzu. Ein US-Regierungsvertreter sagt, Kerrys Botschaft sei, dass Assad "nicht sofort" abtreten müsse.

+++ 16.33 Uhr: Todesschützin schwor IS-Chef via Facebook ihre Treue +++

Die weibliche Todesschützin des Anschlags in Kalifornien Tashfeen M. soll laut Ermittlerangaben während oder kurz vor dem Amoklauf IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi via Facebook ihre Treue geschworen haben, wie der Fernsehsender "CNN" berichtet. Demnach wurde der Post auf einem Account veröffentlicht, der nicht auf Tashfeen M.s Namen läuft. Wie die Ermittler zu dieser Erkenntnis kamen, erklären sie nicht. 

+++ 15.43 Uhr: 16 Massengräber im irakischen Sindschar entdeckt +++

Seit der Vertreibung des IS aus dem nordirakischen Sindschar sind dort nach UN-Angaben 16 Massengräber entdeckt worden. Es gebe Berichte über den Fund von etwa 16 Massengräbern in Sindschar, in denen Opfer des IS verscharrt worden seien, sagt die Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Cécile Pouilly, in Genf. Die genauen Fundorte der Gräber und die Zahl der darin gefundenen Leichen seien allerdings nicht bekannt.

Vorige Woche war in der Nähe der Stadt Sindschar ein Massengrab mit mutmaßlich mehr als 120 Opfern des IS entdeckt worden. Bereits Mitte November waren Kurdentruppen in der Region zudem auf ein Massengrab mit 78 Frauenleichen gestoßen.

+++ 15.30 Uhr: FBI stuft Anschlag von Kalifornien als potenziellen Terrorakt ein +++

Nach der Schießerei mit 14 Todesopfern in Kalifornien mehren sich Hinweise auf einen möglichen terroristischen Hintergrund. Laut "New York Times" stuft die US-Bundespolizei FBI den Angriff als potenziellen Terrorakt ein. Unter Berufung auf Kongressabgeordnete berichtet die Zeitung, Syed F., einer der Todesschützen, habe vor einigen Jahren mit Extremisten in den USA und im Ausland kommuniziert. Dazu sollen auch Extremisten gehört haben, die der somalischen Shebab-Miliz sowie der syrischen Al-Nusra-Front nahestehen.

+++ 15.16 Uhr: Französische Aufklärungsflüge über Libyen +++

Nach den Anschlägen von Paris hat es im November Aufklärungsflüge der französischen Armee über Libyen gegeben. Diese seien vor allem über Sirte vorgenommen worden, einer Hochburg der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen, teilt die französische Präsidentschaft mit. Für den Einsatz sei der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" am 20. und 21. November in der Region unterwegs gewesen. Mit den Flügen sollten den Angaben zufolge Informationen über Truppenbewegungen und mögliche Ziele gesammelt werden.


+++ 14.50 Uhr: Von der Leyen: Keine deutschen Bodentruppen in Syrien +++

Die Bundeswehr wird sich am Anti-Terror-Kampf in Syrien auch in Zukunft nicht mit Bodentruppen beteiligen. Das versichert Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Im Gespräch mit dem Nachrichtensender n-tv erklärt die CDU-Politikerin, im Irak habe sich bereits gezeigt, dass Luftangriffe in Kombination mit dem Einsatz lokaler Bodentruppen eine erfolgversprechende Methode sei.

+++ 14.42 Uhr: Spezialkräfte befreien 40 Gefangene in Afghanistan +++

Afghanische und US-Spezialkräfte befreien 40 Afghanen aus einem Gefängnis der radikalislamischen Taliban. Dafür seien die Soldaten Donnerstagnacht mit Hubschraubern in die südafghanische Provinz Helmand geflogen, teilen die US-Streitkräfte in Kabul mit. Bei den Gefangenen handele es sich um afghanische Polizisten und Soldaten. Sie seien in ein Militärkrankenhaus gebracht worden. Es sei unklar, wann und wo sie gefangen genommen worden waren.

+++ 14.37 Uhr: Niederlande erwägen Einsatz in Syrien +++

Die Niederlande erwägen eine Beteiligung am internationalen Militär-Einsatz gegen den IS in Syrien. Die Regierung werde ein entsprechendes Gesuch der USA gründlich prüfen, erklärt Außenminister Bert Koenders in Den Haag. Dabei seien Luftangriffe nicht die einzige Option. "Wir tun bereits viel gegen IS im Irak", sagt der Minister im niederländischen Radio. 

+++ 13.56 Uhr: Waffenhändler sollte auch nach Bonn liefern +++

Bei Ermittlungen zu den Pariser Anschlägen soll laut "Spiegel Online" eine neue Spur nach Nordrhein-Westfalen führen. Sie hängt mit einem bereits verhafteten mutmaßlichen Waffenhändler aus Baden-Württemberg zusammen, der verdächtigt wird, kurz vor den Anschlägen von Paris vier Sturmgewehre an eine dortige Lieferadresse geschickt zu haben. Demnach entdeckten Fahnder auf seinem Computer die Bestellung einer halbautomatischen Waffe, die an eine Packstation in Bonn geliefert werden sollte. Der Besteller, der sich im Netz "Oxywhite" nannte, gab für die Lieferung denselben Nachnamen an wie der Pariser Auftraggeber des 24-jährigen deutschen Händlers aus Magstadt (Kreis Böblingen). 

Er sitzt seit Montag vergangener Woche in Haft. Mögliche Bezüge zu den blutigen Anschlägen vor zwei Wochen in der französischen Hauptstadt werden geprüft.

+++ 13.49 Uhr: Afghanistan: Mehrere Kinder durch Rakete getötet +++

In Afghanistan kommen bei Kämpfen zwischen der Armee und radikal-islamischen Aufständischen neun Zivilisten ums Leben. "Die meisten waren Kinder zwischen acht und zehn Jahren", sagt ein Mitglied des Rats der Provinz Wardak. Sechs Menschen werden verletzt.

Nach Angaben des Provinzratsmitglieds hatten afghanische Sicherheitskräfte eine Rakete in Richtung der Taliban-Kämpfer abgefeuert, die aber dann in einer Moschee landete, wo Koranunterricht stattfand. Der Gouverneur der Provinz will eine Untersuchungskommission einsetzen. 

+++ 13.47 Uhr: Anschlag in Kairo: Zahl der Toten steigt auf mindestens 16 +++

Bei dem Brandanschlag auf eine Diskothek in Kairo sind neuesten Erkenntnissen zufolge mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen, drei weitere wurden verletzt. Die Polizei sucht nach mehreren flüchtigen Tätern. Nach Angaben des Innenministeriums könnte ein Streit zwischen Gästen und dem Personal Auslöser für die Tat gewesen sein.

+++ 13.27 Uhr: Fregatte "Augsburg" beginnt Anti-IS-Einsatz +++

Die Fregatte "Augsburg", die sich am deutschen Anti-IS-Einsatz beteiligt, schließt sich in den kommenden Tagen dem französischen Verband rund um den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" an. Danach sollen die Schiffe gemeinsam durch den Suezkanal in das Arabische Meer verlegt werden, um von dort aus den Einsatz französischer Kampfflugzeuge zu unterstützen, sagt Marineinspekteur Andreas Kraus in Rostock. Die Fregatte mit rund 220 Soldaten an Bord werde den französischen Verband als Begleitschutz absichern. 

Ein Festmacher lässt zum Auslaufen der Fregatte "Augsburg" die Leinen los

Die Fregatte "Augsburg" soll vom Arabischen Meer aus französische Kampfjets bei ihren Einsätzen unterstützen (Archivbild)


+++ 13.17 Uhr: Sieben Tadschiken wegen Zusammenarbeit mit IS verurteilt +++

 In der Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan sind sieben Männer wegen Zusammenarbeit mit dem IS zu Haftstrafen zwischen 7 und 27 Jahren verurteilt worden. Ein Gericht in dem zentralasiatischen Land sah es als bewiesen an, dass die Angeklagten Kämpfer angeworben haben, berichten örtliche Medien. Tadschikistan fürchtet einen wachsenden Einfluss islamistischer Extremisten. Der Regierung in Duschanbe zufolge sollen sich etwa 500 Tadschiken dem IS in Nahost angeschlossen haben. Das muslimisch geprägte Hochgebirgsland teilt zudem rund 1300 Kilometer Grenze mit Afghanistan, wo die Taliban weite Gebiete kontrollieren.

+++ 13.02 Uhr: Wagenknecht: "Krieg macht alles nur noch schlimmer +++

Die Linke hält den geplanten Bundeswehreinsatz gegen den IS für grundfalsch und gefährlich. "Krieg macht alles nur noch schlimmer", sagt Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht im Bundestag bei der abschließenden Beratung über den Militäreinsatz. Den Terroranschlägen von Paris seien 130 Menschen zum Opfer gefallen. Und als Antwort darauf sollten nun unschuldige Menschen in Syrien getötet werden, beklagte sie. "Was ist denn das für ein Wahnsinn?"

+++ 12.43 Uhr: Bundestag gibt Syrien-Einsatz frei +++

Der Bundestag stimmt mit breiter Mehrheit für den Einsatz von bis zu 1200 deutschen Soldaten gegen die IS-Dschihadisten in Syrien. Die Ja-Stimmen kommen fast ausschließlich aus dem Koalitionslager. Die Linksfraktion hatte vorab ein geschlossenes Nein angekündigt, die Grünen-Fraktion eine mehrheitliche Ablehnung.

Der Bundeswehreinsatz in Syrien ist beschlossen

Stimmabgabe im Bundestag: Bundeswehreinsatz gegen den IS in Syrien ist beschlossene Sache


+++ 11.21 Uhr: Hollande besucht Flugzeugträger im Mittelmeer +++

Frankreichs Staatschef François Hollande besucht den im Kampf gegen den IS eingesetzten Flugzeugträger "Charles de Gaulle". Hollande wolle auf dem im östlichen Mittelmeer vor der syrischen Küste liegenden Flugzeugträger mit Soldaten sprechen, teilte der Elysée-Palast mit. Frankreichs einziger Flugzeugträger war wenige Tage nach den Anschlägen ins östliche Mittelmeer geschickt worden. Damit konnte Frankreich die Zahl seiner Kampfflugzeuge verdreifachen, die in Syrien und im Irak Einsätze gegen den IS fliegen. 

Ein Militärjet hebt vom Flugzeugträger "Charles de Gaulle" ab

Ein Militärjet hebt vom Flugzeugträger "Charles de Gaulle" im östlichen Mittelmeer ab


+++ 9.51 Uhr: Bundestag entscheidet über Bundeswehr-Einsatz +++

Der Bundestag entscheidet heute über die Beteiligung der Bundeswehr am Militäreinsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Bis zu 1200 Soldaten sollen zunächst bis Ende 2016 mit Aufklärungsflügen und einer Fregatte die internationale Koalition im Kampf gegen den IS-Terror unterstützen. Eine Mehrheit gilt als sicher.

+++ 9.40 Uhr: Tote bei Anschlag in Kairo +++

Bei einem Angriff mit Brandsätzen auf eine Diskothek in Kairo sterben mindestens zwölf Menschen. Fünf weitere wurden bei der Attacke mit Molotow-Cocktails im Stadtteil Agusa im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt verletzt, wie die Polizei mitteilt. Die genauen Hintergründe des Angriffs sind noch nicht klar.

+++ 9.35 Uhr: Russischer Geheimdienst warnt vor IS-Anschlägen in Thailand +++

Der russische Geheimdienst warnt vor Anschlägen der IS-Terrormiliz in Thailand. Zehn Syrer mit IS-Verbindung seien im November eingereist und könnten dort russische Ziele ins Visier nehmen, heißt es in einer internen Notiz der thailändischen Polizei. Sie zitiert darin den russischen Geheimdienst FSB. Ein Polizeisprecher bestätigt die Richtigkeit des Papiers, das thailändische Zeitungen veröffentlicht hatten.

Als mögliche Anschlagsziele sind darin die Ferieninsel Phuket und das Strandbad Pattaya rund 100 Kilometer südöstlich von Bangkok genannt. Dort beginnt gerade die Hochsaison mit tausenden Touristen aus aller Welt.

+++ 9.15 Uhr: Pariser Café öffnet wieder +++

Das "Café Bonne Bière" war eines von sechs Anschlagszielen der Terroristen in Paris. Fünf Menschen wurden dort am 13. November erschossen. Nach drei Wochen öffnet das Lokal wieder für seine Gäste. "Das Leben muss weitergehen. Jetzt erst recht", sagt der Patron, Jean-Luc Gasse, am Donnerstag. 

+++ 9.07 Uhr: Anschlag auf Asylbewerberheim: Haftbefehle erlassen +++

Nach einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft im sächsischen Crimmitschau ist gegen drei Verdächtige Haftbefehl erlassen worden. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung ermittelt, wie das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum (OAZ) und die Staatsanwaltschaft Zwickau mitteilen. Die Verdächtigen sollen Anfang November drei Molotow-Cocktails gegen die Fassade der Unterkunft geworfen haben, in der bis zu 45 Flüchtlinge schliefen, darunter 20 Kinder. 

mod/kis / DPA / AFP