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Nach dem Referendum Heftige Ausschreitungen in Glasgow


Das Referendum in Schottland birgt weiter Streitpotenzial: In Glasgow haben sich Gegner und Befüworter der schottischen Unabhängigkeit Straßengefechte geliefert. Die Polizei verharmlost die Szenen.

Großbritannien bleibt groß: Die Mehrheit der Schotten hat sich in einem historischen Referendum nach langer Debatte gegen die Unabhängigkeit entschieden. Für die einen ein Tag zur Freude, für die anderen eine verpasste Chance.

In Glasgow kam es jetzt zu Ausschreitungen zwischen Unionisten und der Polizei. Gegner der Unabhängigkeit Schottlands zogen durch die Straßen Glasgows und riefen feindselige Parolen gegen die Befürworter.

Die Anhänger beider Seiten hatten sich, wie man auf Bildern bei Twitter sehen kann, in englische oder schottische Fahnen gehüllt. Gegner der Unabhängigkeit sangen, laut der schottischen Zeitung "Scotsman", Lieder wie "Rule Britannia" und warfen mit Parolen um sich. Auch die Gegenseite sang und machte mit Liedern wie "Flower of Scotland" ihren Standpunkt auch nach der Entscheidung deutlich.

Die Polizei musste mehrere Straßen absperren und schickte berittene Polizisten, um die Menge in zwei Gruppen zu teilen. Denn während der Proteste kam es zu Ausschreitungen, wie eine Befürworterin erzählt: "Sie begannen Fackeln auf uns zu werfen und wir schrien, dass sie damit aufhören sollen. Doch dann warfen sie auch noch mit Flaschen auf uns und wir sind losgerannt. Einer hinter mir wurde von ihnen verprügelt. Ich kann das nicht glauben; es war doch friedlich. Aber das war nur Hooliganismus."

Die Polizei äußert sich gegenüber der Zeitung "Scotsman" hingegen verhalten: "Es gab nur einige kleiner Zwischenfälle, die jedoch schnell geklärt werden konnten. Es kam zu keinen Festnahmen."

Von Stephanie Beisch

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