VG-Wort Pixel

"Be Best"-Initiative Nach Trumps Attacke gegen Thunberg: Melanias Anti-Mobbing-Initiative geht viral

Melania Trump mit Kindern bei einer Benefiz-Veranstaltung in Washington
Melania Trump mit Kindern bei einer Benefiz-Veranstaltung in Washington
© Manuel Balce Ceneta / DPA
Melania Trump engagiert sich mit ihrer "Be Best"-Initiative für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen. Dazu gehört der Kampf gegen Mobbing. Für ihren Mann gelten die Regeln im Fall von Greta Thunberg aber wohl nicht.

US-Präsident Donald Trump hält nicht viel von Greta Thunberg. Zuletzt äußerte er sich abfällig über die Klimaaktivistin, nachdem das "Time"-Magazin die 16-Jährige zur Person des Jahres 2019 gekürt hatte. Vielleicht war der US-Präsident auch ein wenig erbost darüber, dass der jungen Schwedin die gleiche Ehre zu Teil wurde wie ihm drei Jahre zuvor. Auf Twitter lästerte er: "So lächerlich. Greta muss an ihrem Wut-Management-Problem arbeiten, dann mit einem Freund in einen guten, altmodischen Film gehen! Entspanne dich Greta, entspanne Dich!"

Doch die neuerliche Attacke auf Thunberg entwickelte sich für den Präsidenten und seine Frau umgehend zum Bumerang: Oppositionelle Politiker wie Twitter-User erinnerten Trump an die Initiative "Be Best" von Melania, die sich unter anderem gegen Mobbing von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Joe Biden: Donald Trump sollte von Thunberg lernen

Und sie verwiesen auf Melanias Worte, mit denen sie sich erst vor einer Woche schützend vor ihren gemeinsamen Sohn Barron (13 Jahre alt) gestellt hatte: "Ein minderjähriges Kind verdient Privatsphäre und sollte aus der Politik herausgehalten werden. Pamela Karlan, du solltest dich schämen, dass du sehr wütend und offensichtlich voreingenommen bist und ein Kind benutzt, um es zu tun." Die Rechtsprofessorin hatte Barron in einer Impeachment-Anhörung erwähnt. ("Während der Präsident seinen Sohn Barron nennen kann, kann er ihn nicht zum Baron ernennen").

Pamela Karlan sagt beim Justizausschuss aus.

Als einer der ersten Kritiker wandte sich der führende demokratische Abgeordnete Hakeem Jeffries während einer Kongresssitzung direkt an die Republikaner: "Er hat sogar Greta Thunberg attackiert. Sind Sie hier, um auch das zu verteidigen?" Auch der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden meldete sich zu Wort: "Was für ein Präsident mobbt einen Teenager? Donald Trump, sie können von Greta einiges darüber lernen, was es bedeutet, ein Anführer zu sein."

Zusätzliche trendete der Hastag #BeBest auf Twitter. Zahlreiche User ließen ihren Ärger über Trumps Thunberg-Äußerung mit Verweis auf das Engagement Melanias freien Lauf. Sie warfen der Präsidentengattin zudem Heuchelei vor, weil sie ihrem Mann öffentlich nicht widersprochen habe.

Allerdings muss man dazu sagen, dass Präsidentengattinnen ihren Männern noch nie öffentlich in die Parade gefahren sind und das auch nicht ihre Aufgabe ist. Und es gibt noch einen entscheidenden Unterschied zwischen Thunberg und Barron Trump. Thunberg sucht die Öffentlichkeit, und muss sich Kritik an ihrer politischen Agenda gefallen lassen, wenn auch nicht in der Art von Trump und den weltweiten Greta-Hassern. Barron Trump ist hingegen keine öffentliche Figur.

Hier zwei Beispiele für die Kritik: 

 

"Bravo. Melania Trump hat sich ihrem Mann und der republikanischen Partei widersetzt, indem sie ihre Anti-Mobbing-Rhetorik gegen konservative Nörgler und Politiker gerichtet hat, die einen Teenager bösartig und öffentlich angegriffen haben, weil es sich zum Klimawandel geäußert hat. Ich mache nur Spaß. Sie hat absolut nichts gesagt.

"BeBest von Flotus (Präsidentengattin, Anm. der Red.) ist nur ein weiteres Beispiel für den Familienheuchelei des Präsidenten. Flotus kann mit ihrer Initiative nicht mal ihr eigenes Haus in Ordnung halten."

Quellen: "USA Today", "The Hill"

tis

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker