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Nach Wahlkampf-Patzer: Gordon Brown entschuldigt sich bei Wählerin

Nach seinem Patzer im Wahlkampf hat sich der britische Premierminister Gordon Brown um Schadensbegrenzung bemüht. Der in Umfragen angeschlagene Regierungschef entschuldigte sich am Mittwoch persönlich in einem halbstündigen Gespräch bei der 66-jährigen Rentnerin Gillian Duffy für seine kurz zuvor gemachten abfälligen Bemerkungen.

Nach seinem Patzer im Wahlkampf hat sich der britische Premierminister Gordon Brown um Schadensbegrenzung bemüht. Der in Umfragen angeschlagene Regierungschef entschuldigte sich am Mittwoch persönlich in einem halbstündigen Gespräch bei der 66-jährigen Rentnerin Gillian Duffy für seine kurz zuvor gemachten abfälligen Bemerkungen. Diese waren von einem Mikrofon aufgeschnappt worden, von dem Brown annahm, das es abgestellt war. Der Labour-Politiker hatte die Anhängerin seiner Partei als borniert bezeichnet, nachdem sie ihm bei einem Wahlkampfauftritt im nordenglischen Rochdale kritische Fragen zur Rekordverschuldung, Einwanderung und zu Studiengebühren stellte.

Nach Ansicht vieler Beobachter kommt Browns Fauxpas einem Fiasko gleich. "Ein Politiker in einer stärkeren Position könnte sich davon erholen", sagte der Politik-Dozent Andrew Russell von der Manchester University. "Wir wissen, dass Gordon Brown sich nicht in dieser Position befindet." Britische Buchmacher räumten Labour ebenfalls prompt weniger Chancen ein, die Wahl am 6. Mai zu gewinnen. "Es gibt keinen Zweifel, was die Kunden denken: Brown hat königlich Mist gebaut", sagte der Sprecher des Online-Wettbüros Betfair. In einigen Meinungsumfragen lag die regierende Labour-Partei bereits vor Browns Ausrutscher hinter den Konservativen und Liberal-Demokraten lediglich auf dem dritten Platz. Am Donnerstag findet die dritte und letzte TV-Debatte im Wahlkampf statt.

Reuters / Reuters
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