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Nadschaf: Sistanis cleverer Schachzug

Ein Ende des Aufstands in Nadschaf zeichnet sich ab. Al Sadrs Rebellen haben Großajatollah Al Sistani die Schlüssel der Imam-Ali-Moschee übergeben. Zusammen mit tausenden Pilgern verließen sie den Bezirk - und blieben unbehelligt.

Der Marsch der schiitischen Gläubigen nach Nadschaf sah zuerst aus wie eine schlichte Friedensaktion in der pazifistischen Tradition von Mahatma Ghandi. Doch war der von Großajatollah Ali el Sistani geplante Marsch zum heiligen Schrein des Imam Ali, wie sich am Freitag herausstellte, nicht nur eine fromme Wallfahrt im Namen des Friedens, sondern auch ein cleverer Schachzug, um den Milizionären von Muktada el Sadr einen sicheren Abzug aus der umkämpften Altstadt zu ermöglichen. Denn die Kämpfer der "Mahdi- Armee" konnten leicht in der Menge der Pilger untertauchen, die im Laufe der Nacht in die Moschee drängten.

Auf Befehl ihres Anführers verließen sie am Morgen die Moschee und entledigten sich dabei unterwegs diskret ihrer Waffen. Die Polizei hatte, selbst wenn sie den Befehl dazu erhalten haben sollte, keine Chance, im Gedränge die Kämpfer von den Pilgern zu unterscheiden und die Milizionäre festzunehmen.

Keine Garantie für Waffenruhe

Mit ihrer Einigung ließen der 74 Jahre alte Großajatollah und der militante Nachwuchs-Kleriker El Sadr sowohl die Übergangsregierung von Ministerpräsident Ijad Allawi als auch die US-Armee in schlechtem Licht dastehen. Denn beide hatten neben dem Abzug der Milizionäre aus Nadschaf immer auch die Entwaffnung und Auflösung der "Mahdi-Armee" verlangt. Dies ist jedoch nicht Teil des Abkommens zwischen den Schiitenführern. Eine Garantie dafür, dass El Sadrs Rebellen nicht schon bald in einer anderen Stadt mit schiitischer Bevölkerungsmehrheit zu den Waffen greifen, gibt es nicht.

Dementsprechend hält sich die Begeisterung der irakischen Regierung über den neuen Frieden in Nadschaf auch in Grenzen. Außenminister Hoschiar Sibari machte am Freitag zwar gute Miene zum bösen Spiel und bezeichnete das Abkommen als "sehr hilfreich". Es stehe "im Einklang mit der Position und der Politik der Regierung". Gleichzeitig forderte er El Sadr jedoch erneut auf, seine Miliz "für immer aufzulösen".

Sicher wäre es auch El Sistani, der trotz seiner Ablehnung der Besatzung und trotz seiner Distanz zur Übergangsregierung immer auf friedliche Methoden gesetzt hat, lieber gewesen, die gewaltbereiten Sadr-Getreuen wären dauerhaft ruhig gestellt worden. Doch wenn er dies hätte durchsetzen wollen, hätte der besonnene Geistliche Kämpfe zwischen den Anhängern der radikalen und gemäßigten Schiitenführer riskiert, was auch die Position der Schiiten bei der Machtverteilung in Bagdad geschwächt hätte.

Iraker geben Allawi-Regierung die Schuld

Dafür dass die dreiwöchigen Gefechte in Nadschaf und das Blutbad vom Donnerstag, als Dutzende von Demonstranten in Kufa getötet worden, insgesamt hunderte von Menschen das Leben gekostet hat, geben viele Iraker auch der Allawi-Regierung die Schuld. Diese habe bisher weder in Nadschaf noch in der sunnitischen Aufständischen-Hochburg Falludscha für Ruhe zu sorgen vermocht.

"Saddam Hussein war ein so gewalttätiger Herrscher, der das Land über Jahrzehnte in einem solchen Würgegriff hielt, dass wir immer gewusst haben, dass wir für seinen Sturz einen hohen Blutzoll zahlen müssen", meint ein irakischer Übersetzer aus Bagdad, der seine Familie schon vor Wochen aus Angst vor Explosionen und Entführungen ins benachbarte Jordanien gebracht hat. "Ich glaube, das Schlimmste liegt noch vor uns", fügt er in düsterem Ton hinzu.

Anne-Beatrice Clasmann/DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?