VG-Wort Pixel

Nahostkonflikt Verhandlung um Vorbedingungen


Palästinenserpräsident Abbas wurde in seiner Heimat gefeiert. Doch sein Vorstoß bei der UN gilt als aussichtlos. Israel und Palästina streiten sich nun über die Vorbedingungen für die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen.

Nach seinem historischen UN-Vorstoß haben tausende Palästinenser Präsident Mahmud Abbas am Sonntag in Ramallah wie einen Helden gefeiert. Vor der jubelnden Menge bekräftigte Abbas seine Forderung nach einem vollständigen Siedlungsstopp Israels als Bedingung für neue Friedensverhandlungen. Damit dämpfte er Hoffnungen auf eine rasche Wiederaufnahme von Gesprächen mit Israel. Das Nahost-Quartett hatte beide Seiten in einer neuen Initiative zur Wiederaufnahme von Verhandlungen binnen vier Wochen aufgefordert.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu besteht indes auf Nahost-Friedensverhandlungen ohne Vorbedingungen. "Wer wirklich Frieden will, muss alle Vorbedingungen beiseite legen" sagte er am Sonntag dem US-Fernsehsender NBC mit Blick auf Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

Abbas hatte am Freitag bei der UNO an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Antrag auf UN-Vollmitgliedschaft der Palästinenser übergeben, der bereits am Montag den UN-Sicherheitsrat beschäftigen soll. Das Nahost-Quartett aus Vereinten Nationen, Europäischer Union, USA und Russland hatte daraufhin einen Zeitplan für neue Friedensgespräche vorgelegt. Ziel soll sein, bis zum Ende des kommenden Jahres ein Friedensabkommen zu schließen. Die daraufhin aufkeimenden Hoffnungen auf neue Fortschritte in Nahost erhielten nun durch die Äußerungen von Abbas und Netanjahu einen deutlichen Dämpfer.

tmm/AFP/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker