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Nicolas Sarkozy: Luxus-Präsident auf der Nobel-Yacht

Eigentlich will er der Präsident aller Franzosen sein. Doch Nicolas Sarkozy hat einen Hang zum Luxus. Der beschert ihm nun schon vor seinem Amtsantritt Probleme. Denn sein Kurzurlaub auf einer Milliardärsyacht - mit Whirlpool und 17-köpfiger Besatzung - kommt beim Wahlvolk gar nicht gut an.

Vielleicht hätte er sich doch lieber in ein Kloster zurückgezogen, um über seine künftige Rolle als Staatspräsident der Wirtschafts- und Atommacht Frankreich nachzudenken. Doch nein, aus einem Abstecher zu den Mönchen wurde nichts, Nicolas Sarkozy erholte sich ganz anders von seinen Wahlkampfstrapazen: Auf dem 60,25 Meter langen schwimmenden Palast "Paloma" des Milliardärs Vincent Bolloré spannte der 52-Jährige vor der Küste von Malta aus - eine zweitägige Mini-Kreuzfahrt, die bis nach Frankreich ordentliche Wellen schlägt. So hoch, dass Sarkozy selbst am Mittwoch vom Mittelmeer aus Stellung bezog: "Ich habe nicht vor, mich zu verstecken und zu entschuldigen."

Der Konservative, der "der Präsident aller Franzosen" sein will, wie nach dem Wahlsieg am Sonntag versprochen, hat für viele seinen Hang zum Luxus und zu den Reichen der Welt erneut offenbart. Kommt mit ihm eine "Jet-Set-Rechte" in Paris ans Ruder? Oder ist, wer seinen Mittelmeer-Törn kritisiert, nur ein schlechter Wahlverlierer?

Während Fotos den frisch gekürten Präsidenten in gestreiftem T- Shirt und orangefarbenen Shorts auf der Brücke der "Paloma" zeigen, zitieren französische Medien am Mittwoch genüsslich den ehemaligen italienischen Regierungschef, Medienzar und Freund der Betuchten Silvio Berlusconi: "Sarkozy hat mich zum Vorbild genommen." Im Kampf um das Präsidentenamt hatten die Sozialisten schon versucht, den Mann der Rechten in genau diese Ecke zu rücken. "Die teuren Ferien des "Kandidaten des Volkes"", titelte die linksliberale "Libération" höhnisch. Und die satirische Wochenzeitung "Le Canard enchaîné" schloss sich mit dem Etikett "Der Sportsegler der Republik" an.

Noch ist Sarkozy nicht im Amt, die Geschäfte wird er erst am 16. Mai von dem als ausgabefreudig bekannten Jacques Chirac übernehmen. Doch sein Image festigt sich bereits, ein neuer "Stil ohne Komplexe" zeichnet sich ab. "Er ist noch Privatmann", versucht Sarkozys Team all die Wogen zu glätten. Der künftige Präsident komme auch schon am Mittwochabend zurück. So baut der konservative Abgeordnete Christian Estrosi rasch eine Verteidigungslinie auf: "Man möge ihm doch die 48 Stunden gönnen. Er wird 1825 Tage rund um die Uhr daran setzen, das Land zu verändern." Gemeint sind fünf Jahre als "Präsident aller".

Da sind indessen auch die Kosten, für die nicht Sarkozy aufkommt. Der als Firmenaufkäufer bekannte französische Milliardär Vincent Bolloré stellte Sarkozy sein Luxusschiff mit zwölf Kabinen und Whirlpool samt 17-köpfiger Besatzung für diese zwei Yacht-Tage zur Verfügung. Es sei ihm eine Ehre gewesen, "Monsieur Sarkozy" als Gast auf seine Yacht geladen zu haben, beeilte sich Bolloré noch mitzuteilen. Der künftige Staatschef profitierte so von seinen Beziehungen zu den Begüterten - 40.000 Euro kosten zwei Tage auf der "Paloma", rechneten Medien aus.

Der Hin- und Rückflug nach Malta zusammen mit Gattin Cécilia und Sohn Louis in einer Privatmaschine vom Typ Falcon 900 EX kommt alles in allen sogar auf 50.000 Euro, addierten Branchenkenner. Auch die Privatmaschine hat der bretonische Sarkozy-Freund bereitgestellt, dessen Gruppe ihr Geld mit Service, Industrie und Finanzen verdient.

Sarkozy bräune sich an Deck unter der Sonne des Mittelmeeres, während viele Franzosen ruderten, also sich im Alltag abstrampelten, empört sich Gewerkschaftsboss Jean-Claude Mailly. Dass der 52-Jährige sich nach Art "eines Neureichen, der im Lotto gewonnen hat, ungezügelt diesem Luxus hingibt" ("La Dépêche du Midi"), während es daheim doch gewalttätige Proteste gegen ihn gibt, fasziniert und irritiert die Franzosen gleichermaßen. Was sie von dem Stil seines ersten Ausflugs nach der Wahl so halten, werden nicht nur Umfragen ans Tageslicht bringen. Denn Frankreich steht in einem Monat schon wieder vor einem Urnengang. Dann geht es um das Parlament. Auch dort braucht der Präsident eine Mehrheit, um Reformen durchzusetzen.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.