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Seltene Einblicke in Nordkorea: Auf den Straßen von Pjöngjang

Nordkoreas Arbeiterpartei feiert ihren 70. Dazu fährt das Land die größte Militärparade in ihrer Geschichte auf - und lädt zudem Fotoreporter aus aller Welt ein - denen gelingen seltene Einblicke in den Alltag.

Zentral-Pjöngjang

Marode Fassaden, neugierige Blicke: Bewohner des Stadtzentrums von Pjöngjang

Das an Pomp, gigantischen Inszenierungen und Massenaufmärschen nicht arme Nordkorea legt an diesem Wochenende noch einmal ein Schippe drauf: Mit einer nie dagewesenen Militärparade feiert sich das Land am Samstag selbst, beziehungsweise den 70. Jahrestag der kommunistischen Arbeiterpartei, was so ziemlich das Gleiche ist.

Größte Militärparade der Geschichte

Dafür lässt die Regime in Pjöngjang massiv Soldaten und Militärfahrzeuge auffahren, schreibt das US-koreanische Institut an der John Hopkins Universität auf seiner Internetseite. Satellitenbilder zeigten hunderte von gepanzerten Fahrzeugen, Militär-Lkws, Soldaten und Pferde. Auf einem ausgedehnten Gelände in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang sind demnach 800 Zelte, 700 Lkws und 200 gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. Die Militärparade könnte demnach die größte in der Geschichte Nordkoreas werden.

Straßenalltag im isolierten Land

Vor dem 70. Jahrestag der Arbeiterpartei sind in ganz Nordkorea bereits Statuen früherer Parteiführer errichtet und Plakate und Fahnen aufgehängt worden. Schon im Mai war mit den Vorbereitungen für das Großereignis begonnen worden. Anlässlich des Jahrestags hat die Diktatur auch eine Reihe von ausländischen Journalisten ins Land gelassen. Einige Fotoreporter nutzten die Gelegenheit, den Straßenalltag des isolierten Landes zu dokumentieren. Es sind Bilder, die einerseits vertraut aber gleichzeitig auch befremdlich wirken.

nik