Obama reist zum Klimagipfel USA wollen Treibhausgase um 17 Prozent reduzieren


Er kommt, er kommt nicht ... Lange war die Teilnahme von Barack Obama am Klimagipfel in Kopenhagen fraglich. Jetzt steht fest: Der US-Präsident kommt. Und er hat sogar ein konkretes Klimaziel im Gepäck: Bis 2020 wollen die USA die Treibhausgase um 17 Prozent reduzieren.

Die USA wollen beim bevorstehenden Weltklimagipfel in Kopenhagen konkrete Zielmarken für den Abbau von Treibhausgasen anbieten. Bis 2020 sollen die Emissionen um 17 Prozent im Vergleich zu 2005 gesenkt werden, teilte ein US-Regierungsvertreter am Mittwoch in Washington mit. Bis 2025 sollten sie um 30 Prozent und bis 2030 um 42 Prozent sinken.

Diese konkreten Zahlen will Barack Obama auf dem Klima-Gipfel in Kopenhagen im Dezember nun auch persönlich vertreten. Wie am Mittwoch in Washington offiziell mitgeteilt wurde, hat sich der US-Präsident entschlossen, zum Klimagipfel in die dänische Hauptstadt zu fliegen. Nach dänischen Angaben wollen über 60 Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), an der Konferenz teilnehmen. Auf dem am 7. Dezember beginnenden Gipfel soll ein Folgevertrag für das 1997 geschlossene Kyoto-Abkommen zur Eindämmung der klimaschädlichen Treibhausgase erarbeitet werden.

Obama will Beschlüsse mit "sofortiger Wirkung"

US-Medien hatten bereits am Dienstag berichtet, die Regierung in Washington wolle vor dem Kopenhagener Klimagipfel erstmals Zahlen über die geplante Reduzierung der Treibhausgase vorlegen.

Bei seinem Besuch in China vor wenigen Tagen erklärte Obama, dass er Beschlüsse mit "sofortiger Wirkung" erreichen möchte. Er habe mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao vereinbart, auf einen Erfolg des Gipfels hinzuwirken, sagte der US-Präsident vor Journalisten in Peking. Sein Ziel sei es nicht, "ein Teilabkommen oder eine politische Erklärung" zu unterzeichnen. Vielmehr müsse am Ende ein Abkommen stehen, das "alle Teilbereiche der Verhandlungen" umfasse und "sofortige praktische Wirkung" entfalte.

Währenddessen hat EU ihren Druck auf die USA und auch China in den vergangenen Tagen erhöht. Eine Einigung in Kopenhagen hänge "in vollem Umfang davon ab, dass wir auch aus den Vereinigten Staaten und China zufriedenstellende Antworten erhalten", erklärte der schwedische Umweltminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Andreas Carlgren. China hat vergangene Woche gefordert, die Staaten sollten Zusagen machen, die sie auch erfüllen könnten. Die boomende Volksrepublik versprach eine Reduzierung seines Schadstoffausstoßes, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

DPA/Reuters/AFP DPA Reuters

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