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Operation "Resolute Support" Obama erlaubt US-Truppen Angriffshandlungen


Laut einem Medienbericht hat US-Präsident Obama weitere Kampfhandlungen in Afghanistan autorisiert - über das Ende der Isaf-Mission hinaus. Auch Drohnen und Kampfjets sollen zum Einsatz kommen.

US-Präsident Barack Obama hat einem Zeitungsbericht zufolge über das laufende Jahr hinaus Kampfhandlungen des US-Militärs in Afghanistan genehmigt. Auch im kommenden Jahr sollten US-Soldaten der Isaf-Folgemission "Resolute Support" radikalislamische Taliban und andere Aufständische angreifen dürfen, die eine Bedrohung für sie selbst oder für die afghanische Regierung darstellten, berichtete die Tageszeitung "New York Times" unter Berufung auf einen als geheim eingestuften Erlass. Auch Kampfjets und Drohnen sollen demnach eingesetzt werden dürfen.

Der bisherige Nato-geführte Einsatz Isaf endet mit Ablauf des Jahres, für die Sicherheit in Afghanistan sollen danach die Afghanen selbst sorgen. Die Nato hatte im Jahr 2012 beschlossen, den Kampfeinsatz durch eine kleinere Mission zur Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte abzulösen. "Resolute Support" soll etwa 9800 US- und 3000 weitere ausländische Soldaten umfassen, darunter bis zu 850 deutsche. Obamas Erlass gilt laut dem Bericht zunächst nur für das Jahr 2015.

Das Bundeskabinett hatte das Mandat für die Mission am Mittwoch beschlossen, der Bundestag muss noch zustimmen. Darin heißt es, die neue Mission sei "kein Kampfeinsatz". Die Bundeswehr soll sich auf Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte konzentrieren. Zum Auftrag gehört aber auch die Sicherung von eigenen und anderen NATO-Kräften sowie von zivilen Helfern. Deswegen kann es laut Mandat auch künftig "Gefechtshandlungen" geben.

amt/AFP AFP

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