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Offensive im Gazastreifen Israel bestreitet die Entführung eines Soldaten


Verwirrung um die angebliche Entführung eines Soldaten: Die radikalislamische Hamas will einen Israeli in ihrer Gewalt haben und nennt sogar die Dienstnummer. Die Regierung in Jerusalem dementiert.

Israel hat dementiert, dass einer seiner Soldaten in der Gewalt der radikalislamischen Hamas ist. "Diese Meldung ist nicht wahr. Es gibt keinen entführten israelischen Soldaten", sagte UN-Botschafter Ron Prosor am späten Sonntagabend am Rande der Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Die Hamas hatte zuvor behauptet, ihre militanten Kassam-Brigaden hätten einen Soldaten in ihrer Gewalt und auch einen Namen und eine Dienstnummer genannt.

Prosor hatte zuvor die israelische Offensive gegen die Hamas verteidigt. Die radikalislamische Gruppe sei eine reine Terrororganisation. "Israel hat seinen guten Willen bewiesen und ist aus dem Gazastreifen abgezogen. Doch statt mit all dem Geld, das gutmeinende Menschen in der ganzen Welt zur Verfügung gestellt haben, für ihr Volk eine Zukunft aufzubauen, ist ihr einziges Ziel Terror zur Zerstörung ihres Nachbarn Israel." Israel müsse und werde sich weiter verteidigen.

Mehr als 500 Tote in Gaza

Nach der Eskalation im Nahen Osten fordert der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Feuerpause und den Schutz von Zivilisten. "Wir sind sehr besorgt um die Zivilisten im Kampfgebiet", sagte Ruandas UN-Botschafter Eugene-Richard Gasana, in diesem Monat Präsident des Rates, Sonntagabend in New York. "Wir rufen alle Seiten auf, alles Notwendige zum Schutz der Zivilisten zu tun und das internationale Völkerrecht zu achten."

Die Zahl der palästinensischen Toten bei israelischen Angriffen im Gazastreifen ist unterdessen auf mehr als 500 gestiegen. Seit Beginn der Offensive in dem schmalen Küstenstreifen am Mittelmeer vor knapp zwei Wochen seien 3150 Menschen verletzt worden, teilten die örtlichen Rettungskräfte mit. Unter den Opfern in dem Palästinensergebiet seien viele Frauen und Kinder. Auf der israelischen Seite kamen bislang 18 Soldaten und zwei Zivilisten ums Leben. Rund 80 israelische Soldaten wurden nach Angaben des israelischen Rundfunks verletzt.

amt/DPA DPA

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