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Offensive in Helmand: Fortschritt trotz vieler Sprengfallen

Nach Angaben der US-Marineinfaterie machen US-Soldaten gute Fortschritte bei der Offensive gegen die Taliban in der Region Helmand im Süden Afghanistans.

Die US-Truppen kommen mit ihrer Offensive gegen die Taliban im Süden Afghanistans nach eigenen Angaben gut voran, müssen aber viele Gebiete zunächst von Sprengfallen säubern. "Wir machen stetig Fortschritte. Aber die Gegend strotzt vor Sprengfallen, so dass wir die Straßen systematisch absuchen und sichern müssen", teilte Hauptmann Abraham Sipe von der amerikanischen Marineinfanterie Reuters am Montag per Email mit. In vielen Gegenden von Mardscha sei den Soldaten kaum Widerstand entgegengeschlagen. "Es gibt Gebiete mit heftigem Widerstand, aber die Marines rücken im ganzen Gebiet stetig vor." Sipe wollte sich nicht dazu äußern, wie viele Aufständische bisher getötet oder gefangen wurden.

Die Provinzregierung von Helmand sprach von zwölf toten Taliban-Kämpfern. "Bei den Bombardements in Mardscha kamen zwölf Taliban ums Leben", sagte ein Sprecher des Gouverneurs. Helmand ist die gewalttätigste Provinz in Afghanistan und Mardscha die letzte Hochburg der Taliban dort. Der Erfolg der Offensive hängt davon ab, ob es den afghanischen Truppen gelingt, die zurückeroberten Gebiete später auch zu halten. Etliche Einheimische bezweifeln dies und haben die US-Truppen zum Bleiben aufgefordert.

Die Offensive in dem Opiumanbaugebiet hatte am Samstag begonnen und ist auf mehrere Wochen angelegt. Um zivile Opfer zu vermeiden, riet die Nato den Bewohnern von Mardscha, in ihren Häusern zu bleiben. Dennoch tötete eine Nato-Rakete am Sonntag zwölf Zivilisten.

Reuters / Reuters