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Vor Stichwahl: Mai-Demonstrationen in Paris: Entsetzen über brennende Polizisten

Zehntausende Menschen sind am 1. Mai in Paris zu Demonstrationen auf die Straße gegangen. Einige Kriminelle sorgten für Bilder, die fassungslos machen.

Bei schweren Ausschreitungen in Paris wurden sechs Polizisten verletzt. Kriminelle warfen Brandsätze auf die Beamten.

Bei schweren Ausschreitungen in Paris wurden sechs Polizisten verletzt. Kriminelle warfen Brandsätze auf die Beamten.

Frankreichs Woche der Entscheidung hat mit Gewalt begonnen: Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt entlud sich die aufgeheizte Stimmung im Land bei der Demonstration zum 1. Mai in Paris, sechs Polizisten wurden durch Molotowcocktails teils schwer verletzt. 

Demonstranten griffen mit Brandsätzen an

Laut Innenminister Matthias Fekl wurden die Bereitschaftspolizisten von "mehreren Dutzend" Demonstranten mit "zahlreichen Molotow-Cocktails" attackiert. Einer der vier Verletzten habe schwere Verbrennungen im Gesicht, ein anderer sei schwer an der Hand verletzt worden. Fekl verurteilte die Gewalt und rief zur Ruhe auf.

Nach Angaben der Polizei nahmen 30.000 Menschen an der Demonstration zum 1. Mai in Paris teil - drei Mal so viele wie nach Schätzungen der Polizei im vergangenen Jahr. Der Gewerkschaftsbund CGT sprach von 80.000 Teilnehmern. Die Lage eskalierte, als maskierte und vermummte Demonstranten die Polizei mit Wurfgeschossen und Molotowcocktails angriffen, die Beamten setzten Tränengas ein.

Aufgeheizte Stimmung in Paris

Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, heizte sich die Stimmung in der Nähe des Platzes der Bastille auf, kurz nachdem der von einem Gewerkschaftsbündnis angeführte Marsch am Platz der Republik gestartet war. Die Demonstration richtete sich gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen, die am Sonntag in der Stichwahl um das Präsidentenamt gegen Emmanuel Macron antritt. 


wue / AFP