Parlamentswahl in Ungarn Umfragen rechnen mit Regierungswechsel und Rechtsruck

In Ungarn hat am Sonntag die erste Runde der Parlamentswahl begonnen, bei der ein deutlicher Rechtsruck erwartet wird. Die konservative Partei Fidesz des früheren Ministerpräsidenten Viktor Orban dürfte allen Umfrage zufolge nach acht Jahren in der Opposition als haushoher Sieger aus der Abstimmung hervorgehen.

In Ungarn hat am Sonntag die erste Runde der Parlamentswahl begonnen, bei der ein deutlicher Rechtsruck erwartet wird. Die konservative Partei Fidesz des früheren Ministerpräsidenten Viktor Orban dürfte allen Umfrage zufolge nach acht Jahren in der Opposition als haushoher Sieger aus der Abstimmung hervorgehen. Für die rechtsextreme Partei Jobbik wurden laut letzten Umfragen etwa 17 Prozent der Stimmen erwartet. Die Partei unterstützt antisemitische Ressentiments und macht Stimmung gegen die Minderheit der in Ungarn lebenden Roma. Ihr Vorsitzender Gabor Vona ist Mitbegründer der im vergangenen Jahr aufgelösten Organisation Magyar Garda, die sich in ihren Uniformen an das Erscheinungsbild der ungarischen NS-Organisation der Pfeilkreuzler anlehnte.

Die Fidesz unter Führung des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orban hat ein Programm zur Erneuerung der Wirtschaft angekündigt und will innerhalb von zehn Jahren eine Million neue Arbeitsplätze schaffen. Dabei setzt sie auf eine Politik der Steuerkürzungen.

Das ungarische Wahlrecht ist eine Kombination von Verhältnis- und Mehrheitwahl. In denjenigen Wahlkreisen, in denen kein Kandidat mindestens 50 Prozent der Stimmen erreicht hat, findet am 25. April eine Stichwahl statt. Rund 8,3 Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahllokale schließen um 19.00 Uhr, erste Teilergebnisse sollen gegen 21.00 Uhr veröffentlicht werden. Die zweite Wahlrunde findet am 25. April statt.

AFP/APN

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