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Parteitag der Republikaner: Romney-Gattin Ann erwärmt die Herzen

Charmant, selbstsicher, authentisch: Ann Romney legt in Tampa einen großen Auftritt hin. Die Vorzeige-Gattin und der Rest seiner Familienbande sind Mitt Romneys beste Waffen gegen Obama.

Von Nora Schmitt-Sausen, Tampa

Ann Romneys Lächeln ist unschlagbar. Sie strahlt Wärme aus und unheimlich viel Natürlichkeit. Und sie versteht es, mit ihren Worten zu überzeugen. "Ihr könnt Mitt vertrauen", sagt sie sehr langsam, hebt dabei den Zeigefinger und blickt mit wachen, offenen Augen direkt in die Kamera. Der Adressat dieses Statements ist unverkennbar. Es sind nicht nur die vielen Tausend im Tampa Bay Times Forum, die während ihrer Rede immer wieder laut jubelnd von ihren Stühlen aufspringen. Es sind vor allem die Millionen Zuschauer vor den Fernsehbildschirmen. Viele sehen in Mitt Romney nichts als einen kaltherzigen Investment-Manager mit vielen Millionen auf dem Konto. Es ist Anns Mission, dieses öffentliche Bild von dem Mann, den sie mit 16 Jahren beim Tanzen kennenlernte, gerade zu rücken.

Schon Stunden bevor Ann Romney einen Fuß auf die Megabühne in Tampa gesetzt hatte, war ihr Name in aller Munde. Ihr Auftritt wird von Beobachtern und Delegierten als der wichtigste des gesamten Parteitages gehandelt. Ann soll das Image ihres Mannes umbiegen. "Ich freue mich schon auf die Rede von Ann Romney. Sie wird eine wunderbare First Lady werden", flimmerte eine von vielen aufgeregten Twitter-Nachrichten über die spezielle Social-Media-Leinwand durch die Halle. Ann ist Romneys Geheimwaffe beim Stimmenfang. Jeder der sich schon etwas näher mit dem oft steif wirkenden Kandidaten der Republikaner auseinandergesetzt hat, weiß das. Und Romneys Wahlstrategen wissen es auch.

Der andere Mitt Romney: verlässlich, warm, humorvoll

Ann erzählt auf der Bühne von einem Mann, den die Amerikaner so nicht kennen. Von Mitt, der sich liebevoll um sie und die fünf Söhne kümmert. Mitt, der Nachbarn und Bekannten zur Seite steht, denen es schlecht geht. Mitt, der seine Frau auch nach 43 Ehejahren noch zum Lachen bringt. Sie zeichnet das Bild von einem Menschen, auf den sie sich jederzeit verlassen kann - so wie sich auch Amerika auf ihn verlassen soll. Dazu flimmern hinter Anns Rücken private Fotos des Romney-Clans über riesige Bildschirme. Jeder soll auch sehen: Mitt Romney ist nicht nur der viel beschriebene Multi-Millionär. Mitt Romney ist Familienmensch durch und durch. Vater. Ehemann. Großvater. Freund.

Ihre Ehe, sagt die 63-Jährige, sei keine Drehbuch-Ehe, wie sie es oft höre. "In Drehbüchern steht nichts über lange, lange regnerische Winternachmittage mit fünf Jungs in einem Haus, die alle gleichzeitig schreien. In Drehbüchern steht nichts über Multiple Sklerose und Brustkrebs." Und tatsächlich: Die Romneys mussten schwere Zeiten durchstehen. Ende der 90er Jahre erkrankte Ann Romney an Brustkrebs, später an Multiple Sklerose. Noch heute steigen ihr die Tränen in die Augen, wenn sie davon erzählt, und von Mitt, der sie in dieser Zeit selbstlos unterstützte. "Drehbuch-Ehe? Nein, ganz und gar nicht. Das, was Mitt und ich haben", betont Ann, "ist eine wahre Ehe". Jubel im Saal.

Ann Romney weiß, was sie rüberbringen muss

Ann Romney lässt Mitt menscheln. Und sie versteht es, ihre persönlichen Aussagen in die zentralen Wahlkampfbotschaften der Kampagne des Republikaners einzuweben. Wieso sich ihr Mann dafür verteidigen müsse, dass er erfolgreich sei, wundert sie sich. Ihrem Mann sei der Erfolg nicht in die Wiege gelegt worden. Er habe ihn sich erarbeitet. "Ich weiß es. Ich war dabei." Es ist ein geschickter Schachzug, das Image zu kontern, das die Demokraten von Romney zeichnen. Und ein klares Bekenntnis zu den Werten, die von den Republikanern auf ihrem Propaganda-Fest vom Rednerpult gepredigt werden: In Amerika ist Erfolg der Lohn für harte Arbeit.

Eine Frau vom Format einer Ann Romney ist Gold wert für einen Wahlkampf. Für den Wahlkampf ihres steifen Mannes ist sie schier unbezahlbar. Denn Anns Aufgabe der kommenden zwei Monate wird es nicht nur sein, den Amerikanern die weiche Seite ihres Mannes näher zu bringen. Sie soll sich auch um die Wählerschaft kümmern, die sich mit Romney so schwer tut: Frauen. Und auch das tut sie schon in Tampa. Ann Romney preist die Rolle, die Frauen in der Gesellschaft spielen. "Es sind die Mütter, die dieses Land zusammenhalten." Die Choreografie im Saal stimmt: Konservative Frauen springen von den Sitzen und schwenken "Moms love Ann"-Schilder in die Luft.

Tagg Romney: Mein Vater prahlt nicht

Ein weiteres Mitglied aus der Romney-Bande ist in Tampa erfolgreich auf Marketing-Tour für seinen Vater: Tagg Romney, 42, der älteste der Romney-Söhne. Er tingelt am Rande der Krönungsmesse des Republikaners von Interview zu Interview. Mit ebenso klarer Mission: "Ich möchte so vielen Leuten wir möglich sagen, wer mein Dad ist". Es sei für ihn lustig zu sehen, wie die Medien seinen Vater darstellten und dagegen zu wissen, "wie ich ihn kenne", sagte ein sehr lockerer und redegewandter Tagg Romney bei einer Veranstaltung des Washingtoner Insider-Politdienstes "Politico".

Für Tagg Romney gibt es an der Persönlichkeit des für die Öffentlichkeit nur schwer greifbaren Mitt Romney keine Zweifel: "Er ist emotional, gutherzig und weich. Die Leute, die ihn kennen, wissen das." Es klingt genauso überzeugend wie einige Stunden später bei seiner Mutter. Und noch ein Bild zeichnet Tagg: das eines bescheidenen Mitt Romney. "Einer der Grundsätze unseres Glaubens und des Glaubens vieler anderer ist es, Gutes zu tun. Aber damit möchte man nicht prahlen." So sei das auch bei seinem Vater. "Er zieht es vor, Dinge im Stillen zu tun."

Ohne intakte Familienverhältnisse geht nichts

Auch Tagg Romney unterstreicht die enge Verbundenheit des Romney-Clans, zu dem neben Mitt, Ann und den fünf Söhnen noch die Schwiegertöchter und 18 Enkelkinder gehören. Über die Frage, ob sich Mitt Romney nach 2008 erneut der Kandidatur stellen solle, habe der Familienrat entschieden. Und ein nahezu eindeutiges Votum abgegeben. "Mein Vater will die Probleme in unserem Land lösen. Und wir wissen, wie talentiert und begabt er ist."

Amerika hat bereits eine Bilderbuchfamilie: die Obamas. Barack und Michelle Obama mit ihren Töchtern Malia und Sasha geben bei jedem Auftritt ein Bild ungetrübter Harmonie ab. Dem amerikanischen Wähler ist das wichtig. Er will intakte Familienverhältnisse. Doch die Romneys haben Potential, der amtierenden First Family ihren Status streitig zu machen - und bei den Wählern zu punkten.

Tagg Romney gestand auf der Veranstaltung in Tampa, dass er vor der großen Rede seiner Mutter nervös sei. Wenige Stunden später konnte er zufrieden sein. Ann Romney hat einen richtig guten Job gemacht.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(