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Patriots für Polen: Russland rüstet Ostseeflotte nicht nach

Auch nach der Stationierung von US-Patriotraketen in Polen nahe der russischen Grenze will Moskau in der Region nicht aufrüsten.

Auch nach der Stationierung von US-Patriotraketen in Polen nahe der russischen Grenze will Moskau in der Region nicht aufrüsten. "Es ist im Zusammenhang mit der Patriot-Stationierung keine Änderung des Arsenals der Ostseeflotte geplant", teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag laut russischen Agenturmeldungen mit.

Damit dementierte das Ministerium Berichte, in denen von einer Aufrüstung der Ostseeflotte die Rede war. Die Nachrichtenagentur Ria-Nowosti hatte unter Berufung auf einen hochrangigen Armeevertreter gemeldet, dass die Schiffe, U-Boote und Flugzeuge der Flotte mit mehr Waffen ausgestattet werden sollen.

Das polnische Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Boden-Luft-Raketen vom Typ Patriot nur 60 Kilometer von der russischen Exklave Kaliningrad entfernt stationiert werden. Die USA und Polen hatten im Dezember ein Abkommen über die Stationierung der Raketen in dem osteuropäischen Land unterzeichnet.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hatte zuvor den Verzicht auf ein von seinem Amtsvorgänger George W. Bush geplantes Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien erklärt. Stattdessen kündigte sie ein flexibleres System an, das sich auf die Abwehr iranischer Kurz- und Mittelstreckenraketen konzentrieren soll.

AFP / AFP
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