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Regionalwahlen in Russland Kreml-treue Gouverneure verteidigen ihre Posten

Russland, Tambow: Ein Mann mit Mundschutz füllt hinter einer Trennwand seinen Stimmzettel aus. Mitglieder der Wahlkommission der Bezirke warten im Freien in einem Wahllokal auf die Wähler.
Russland, Tambow: Ein Mann mit Mundschutz füllt hinter einer Trennwand seinen Stimmzettel aus. Mitglieder der Wahlkommission der Bezirke warten im Freien in einem Wahllokal auf die Wähler.
© Lev Vlasov / DPA
In Russland sind neue Gouverneure und Regionalparlamente gewählt worden. Dabei gewannen nach ersten Angaben alle von der Kremlpartei "Einiges Russland" unterstützen Gouverneure die Abstimmung.

Bei den Regionalwahlen in Russland haben alle von der Kremlpartei unterstützen Gouverneure die Abstimmung gewonnen. In allen 18 Regionen hätten die von der Partei Einiges Russland geförderten Kandidaten die meisten Stimmen geholt, berichtete der Radiosender Echo Moskwy in Moskau am Montag. In den meisten Fällen hatten sich Kandidaten zur Wiederwahl gestellt, die der Regierungspartei angehören. Es werde keine Stichwahl geben.

Für den Kreml ist die Wahl neuer Gouverneure besonders wichtig gewesen, weil Moskau über die Leiter der Regionen direkt Einfluss auf die Politik in den einzelnen Landesteilen nimmt.

Endresultate stehen noch aus 

Millionen Menschen waren drei Tage lang zur Abstimmung in allen Regionen Russlands aufgerufen. Es ging dabei um Gouverneure, Stadträte, Bürgermeister und um einzelne Abgeordnete der Staatsduma in Moskau, deren Posten aus verschiedenen Gründen nachbesetzt werden mussten. Einiges Russland hat nach den Ergebnissen lokaler Wahlkommissionen überwiegend ihre Mehrheit verteidigen können.

Nicht mehr stärkste Kraft ist Einiges Russland allerdings in den Parlamenten der sibirischen Großstädte Nowosibirsk und Tomsk. In Tomsk erzielte die in Russland dominierende Partei nach Auszählung aller Stimmzettel 24,47 Prozent. Das entsprach 11 der 37 Sitze. In Nowosibirsk habe die Partei 44 Prozent der Sitze geholt, meldete die Agentur Interfax. Die Wahl war landesweit von Fälschungsvorwürfen überschattet. Unabhängige Wahlbeobachter sprachen von mehr als 1000 Berichten über mögliche Verstöße bei der Stimmabgabe.

In 41 der 85 Regionen Russlands war von Freitag bis Sonntag gewählt worden. Abgesehen von Regional- und Kommunalparlamenten sowie Gouverneuren wurde in Nachwahlen auch über vier Sitze im russischen Parlament entschieden. Die offiziellen Ergebnisse sollen am Montag bekanntgegeben werden.

ivi DPA AFP

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