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Militärmanöver auf der Krim Russland lässt 10.000 Soldaten "zur Übung" aufmarschieren – und provoziert die Ukraine

Sehen Sie im Video: Russland fährt Militärmanöver auf der Krim mit 10.000 Soldaten und 40 Kriegsschiffen.




Russland lässt die Muskeln spielen. Am Donnerstag veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium Bilder von einem großen Manöver auf der Krim. Laut der Nachrichtenagentur Interfax sollen an den Militärübungen mehr als 10.000 Soldaten und mehr als 40 Kriegsschiffe beteiligt gewesen sein. Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine waren zuletzt gestiegen. Insbesondere die Verstärkung russischer Truppen entlang der Grenze zur Ukraine trug dazu bei. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprach am Montag von etwa 100.000 Soldaten, die Russland an der Grenze zusammengezogen habe. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba forderte den Westen auf wachsam zu sein. Und gegenüber dem russischen Präsidenten Putin Härte zu zeigen: "Er hat seine Armee entlang unserer Grenze versammelt. Aber ich habe keine Informationen, die besagen, dass die Entscheidung, eine militärische Operation gegen die Ukraine zu starten, bereits getroffen wurde. Es kann also jetzt in beide Richtungen gehen. Und deshalb ist die Reaktion des Westens, die gemeinsame Reaktion des Westens jetzt so wichtig. Um Putin zu verhindern, um Putin zu stoppen. Oder um Putin vor der Entscheidung abzuhalten, in die militärische Option zu schlittern." Währenddessen hat Russland einem Agenturbericht zufolge die Rückkehr von Soldaten zu ihren Stützpunkten im Landesinneren angeordnet. Die "spontane Inspektion" von Truppen an der Grenze zur Ukraine im Süden und Westen des Landes sei erfolgreich abgeschlossen worden, meldete die Nachrichtenagentur RIA am Donnerstag. "Die Soldaten haben ihre Fähigkeit, das Land zu verteidigen, bewiesen", zitierte RIA den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Daher habe er beschlossen, die Inspektionen zu beenden. Die Soldaten sollten bis zum 1. Mai in ihre Kasernen zurückkehren. Ob alle Soldaten von dem Abzugsbefehl betroffen sind, war zunächst unklar.
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Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine steigen. Jetzt hat das russische Verteidigungsministerium Bilder von einem großen Manöver auf der Krim veröffentlicht, an dem mehr als 10.000 Soldaten beteiligt gewesen sein sollen.

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