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Schutz gegen syrische Raketen Nato liefert Türkei Raketenabwehr "Patriot"


Die Türkei hat sich mit der Nato auf eine Bereitstellung von Abwehrraketen geeinigt. Soldaten sollen damit syrische Geschosse an der türkischen Grenze abfangen. Auch die Bundeswehr ist im Gespräch.

Die türkische Regierung ist mit ihren Partnern in der Nato grundsätzlich einig über die Stationierung von Patriot-Flugabwehrraketen in das Grenzgebiet zu Syrien. Die Verhandlungen über die Patriots seien "in die letzte Phase getreten", zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den Außenminister Ahmet Davutoglu. Ein offizieller Antrag werde demnach bald gestellt.

Die Vereinbarung sei mit den Ländern getroffen worden, die über das Abwehrsystem verfügten, teilte das türkische Außenministerium mit. Neben den USA und den Niederlanden verfügt in der Nato nur die Bundeswehr über die modernste Version des Raketenabwehrsystems.

Die Nato hatte der Türkei am Montag ihre Solidarität in der Frage der Stationierung des Abwehrsystems zugesichert. Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte, die Allianz habe fertige Pläne zum Schutz der Türkei, die im Notfall angepasst werden könnten. Wenn Ankara eine offizielle Anfrage zur Verlegung der Raketen stelle, werde diese als "dringliche Angelegenheit" behandelt, sagte Rasmussen.

Das türkische Grenzgebiet wurde bereits mehrfach aus Syrien heraus beschossen, wo sich Regierungstruppen und Aufständische seit mehr als anderthalb Jahren bekämpfen.

jar/Reuters/AFP Reuters

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