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Sieben-Stunden-Gespräch: Clinton und Netanjahu trennen sich ohne Ergebnis

Wer auf einen Durchbruch gehofft hatte, wurde enttäuscht. Nach sieben Stunden Dauergespräch haben sich US-Außenministerin Hillary Clinton und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ohne Ergebnis getrennt. Man wolle sich aber weiterhin für eine Wiederaufnahme direkter Nahost-Friedensgespräche einsetzen.

US-Außenministerin Hillary Clinton und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben nach siebenstündigen Gesprächen keine Einigung über einen Siedlungsstopp im Westjordanland erzielt. Beide Politiker verwiesen in ihrer gemeinsamen Abschlusserklärung nach dem Treffen am Donnerstag in New York auf den "freundlichen und produktiven Austausch der Ansichten beider Seiten". Es gab aber kein Anzeichen, dass die ins Stocken geratenen Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern bald wieder in Gang kommen könnten.

Einer Fortführung der Friedensverhandlungen steht der Ausbau von jüdischen Siedlungen in Ostjerusalem und im Westjordanland im Wege. Im September war ein Baustopp ausgelaufen, was die Palästinenser verärgerte. Am Mittwoch hatte Clinton den geplanten Bau von 1.300 Wohnungen für Juden in Ostjerusalem kritisiert. Diesen Teil der Stadt wollen die Palästinenser zur Hauptstadt ihres zukünftigen Staates machen. Der Ostteil der Stadt wurde von Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 erobert.

APN/DPA/AFP / DPA