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Großbritannien, Frankreich, Spanien: So gehen andere Länder mit Flüchtlingen um

Die Flüchtlingsdebatte beschäftigt Europa. Wie in Deutschland gibt es auch anderswo Diskussionen, wie mit dem Ansturm umzugehen ist. Etwas aber haben Frankreich, Großbritannien, Spanien und Griechenland gemeinsam: Übergriffe auf Flüchtlinge gibt es kaum.

Flüchtlinge am Eurotunnel. Viele kommen mit Kindern und tragen nur ihren wichtigsten Habseligkeiten bei sich.

Flüchtlinge am Eurotunnel. Viele kommen mit Kindern und tragen nur ihren wichtigsten Habseligkeiten bei sich.

Immer wieder sterben im Mittelmeer Flüchtlinge, am Eurotunnel sammeln sie sich zu Hunderten in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, und auch in Deutschland sorgt der Ansturm der Hilfesuchenden für heftige Diskussionen. Das Thema Flüchtlinge ist in diesen Tagen so allgegenwärtig wie vielleicht noch nie. Aus Syrien, Afrika und auch aus Osteuropa strömen Hunderttausende Menschen in die Länder Mittel- und Westeuropas - und werden ganz unterschiedlich empfangen.

Frankreich

In Frankreich haben im vergangenen Jahr knapp 65.000 Menschen Asyl beantragt – das sind laut Regierungsangaben nach Deutschland, Italien und Schweden die meisten Anträge. Viele Flüchtlinge nutzen Frankreich nur als Transitland, weil sie zum Beispiel nach Großbritannien wollen. So campieren in Calais Tausende Menschen in der Hoffnung auf einen Weg durch den Ärmelkanaltunnel. Angriffe auf Asylbewerber oder Flüchtlinge aus der Bevölkerung heraus sind kein beherrschendes Thema in Frankreich, auch illegale Unterkünfte wie Zeltlager werden meist eine Weile geduldet. Die Regierung hat mehr Unterkünfte zugesagt. Rassismus und Ausgrenzung sind dennoch Alltag im Vielvölkerstaat Frankreich. Die Zahl der Übergriffe gegen Muslime oder Juden ist  jeweils stark gestiegen. Die rechtsextreme Front National erzielte mit ihren Vorbehalten gegen Ausländer, Muslime oder Europa reihenweise Wahlerfolge.

Großbritannien

Anders, als die jüngsten Schlagzeilen vermuten lassen, kommen vergleichsweise wenig Flüchtlinge nach Großbritannien. 2014 wurden knapp 25.000 Asylanträge gestellt. Viele Flüchtlinge hoffen auf einen Job, da die Arbeitslosenquote mit rund 5,5 Prozent im Vergleich zu südeuropäischen Ländern niedrig ist. Wer einen Asylantrag stellt, hat Anrecht auf einen Tagessatz und Unterbringung. Wie viele Einwanderer ohne Aufenthaltserlaubnis in Großbritannien leben, ist nicht bekannt. Es gibt keine Meldepflicht. Das macht vielen Migranten Hoffnung, relativ leicht unterzutauchen und schwarz arbeiten zu können. Zitiert wird regelmäßig eine Schätzung aus dem Jahr 2009, die von etwa 618.000 Menschen ausgeht, die illegal im Land leben. Migration gehört zu den Aufreger-Themen, in der Regel dreht sich die Debatte aber um legal Zugezogene aus EU-Ländern, insbesondere Rumänien und Bulgarien, oder um Gruppen aus ehemaligen Commonwealth-Ländern.

Spanien

Anders als vor mehreren Jahren ist Spanien kein bedeutendes Einlasstor mehr für Migranten und Flüchtlinge. An der Grenze der Nordafrika-Exklave Melilla ist die Lage ruhig. Seit mehr als drei Monaten gab es dort praktisch keinen Massenansturm mehr. Nach Angaben der EU-Grenzagentur Frontex gelangten 2014 etwa 7800 illegale Zuwanderer über das westliche Mittelmeer oder Ceuta und Melilla auf spanisches Gebiet - nur ein Bruchteil im Vergleich zum Jahr 2006, als mehr als 39.000 Zuwanderer illegal ins Land gelangten. Die spanische Regierung führt den Rückgang vor allem auf die Kooperation mit Marokko zurück. Zudem schloss Madrid mit Staaten wie Senegal, Mauretanien oder Nigeria Rückführungsabkommen, was viele von einer Flucht nach Spanien abgehalten haben dürfte. Spanien ist zudem von Konfliktgebieten wie Syrien oder Irak weiter entfernt als Griechenland oder Italien. Der Zustrom von Flüchtlingen spielt hier politisch eine untergeordnete Rolle. Rechtsgerichtete Parteien, die mit ausländerfeindlichen Parolen Wählerstimmen gewinnen wollen, sind unbedeutend.

Griechenland

In Griechenland herrschen wegen der schwierigen Finanzlage chaotische Zustände für die Migranten. Schätzungen zufolge kamen allein im ersten Halbjahr 40.000 Flüchtlinge an. Im Juli waren es offiziell weitere 32.000, vor allem aus Syrien. Auf den Ostägäisinseln ist die Lage dramatisch. Die lokalen Behörden sind überfordert. Hilfsorganisationen stehen vor Problemen, weil ihr bei griechischen Banken deponiertes Geld wegen der Kapitalverkehrskontrollen blockiert ist. Die Migranten wollen meist nach Mitteleuropa weiterreisen. Fast täglich kommen mit den Linienfähren Hunderte von den Inseln in Piräus an und machen sich dann auf den Weg in den Norden des Landes, um dort die Grenze illegal zu queren. Die Polizei lässt sie weiterreisen. Übergriffe der Bevölkerung hat es bislang nicht gegeben. Lediglich die rechtsradikale und ausländerfeindliche Partei Goldene Morgenröte macht Stimmung gegen die Migranten. Auf den Ägäisinseln - auch auf den kleinsten mit 100 bis 150 Einwohnern - versuchen die Menschen mit ihren wenigen Mitteln, den Ankömmlingen zu helfen. Die Stimmung könnte aber kippen, wenn noch mehr Flüchtlinge eintreffen.

Ungarn

Ungarn ist ein reines Transitland für Flüchtlinge. Jene, die von der Polizei aufgegriffen werden, stellen einen Asylantrag, um nicht abgeschoben zu werden. In diesem Jahr waren das etwas mehr als 100.000 Menschen. Sobald sie können, ziehen sie weiter in die wohlhabenderen Regionen der EU. Seit dem Frühjahr fährt der rechtskonservative Ministerpräsident Viktor Orban einen scharfen fremdenfeindlichen Kurs. In einer sogenannten "Volksbefragung" schürte er Ängste vor der Terrorgefahr, die angeblich von den Flüchtlingsströmen ausgehen würde. In einer Plakatkampagne wurden die Migranten als potenzielle Rechtsbrecher und Arbeitsplatzkonkurrenten dargestellt. Ende des Vormonats begann das ungarische Militär mit dem Bau eines 175 Kilometer langen und vier Meter hohen Zauns an der Grenze zu Serbien, um den Durchzug zu erschweren. Menschenrechtsorganisationen meinen, dass die Orban-Regierung mit ihren harten Maßnahmen und aggressiven Kampagnen weitere Flüchtlinge abschrecken will. Auch die völlig überfüllten Aufnahmelager sollen den Aufenthalt in Ungarn möglichst unangenehm machen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(