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Nach Hackerangriff auf Sony USA sollen China um Hilfe gebeten haben


Es wirkt nahezu absurd. Nach dem Cyber-Angriff auf Sony haben die USA angeblich China um Hilfe gebeten. Ausgerechnet jenes Land, welches die USA bereits mehrere Male des Hackens beschuldigt hat.

Nach dem Nordkorea zugeschriebenen Hackerangriff auf Sony Pictures haben die USA der "New York Times" zufolge China um Unterstützung gebeten. Peking solle helfen, künftige nordkoreanische Cyberattacken zu blockieren. Eine Zusammenarbeit mit China habe entscheidende Bedeutung, weil praktisch die gesamte Telekommunikation Nordkoreas über von China betriebene Netzwerke laufe.

Bisher sei keine Antwort aus Peking gekommen, berichtete die Zeitung am Sonntag unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Es sei unklar, ob China helfen werde, da es auch zwischen Washington und Peking Spannungen wegen Cyberaktivitäten gebe. Das US-Justizministerium hatte im Mai fünf Hacker angeklagt, die wichtige Daten von US-Firmen gestohlen und für das chinesische Militär gearbeitet haben sollen.

Sony Pictures hatte nach dem Hackerangriff und Drohungen gegen Kinos die Premiere der Filmsatire "The Interview" abgesagt, in der Journalisten beauftragt werden, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu töten. US-Präsident Barack Obama hat eine "angemessene Antwort" auf den Cyberangriff angekündigt.

kgi/DPA DPA

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