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Ausgespähte Passwörter: Angriff auf Mail-Konten von Google

Wieder einmal dicke Luft zwischen Google und China. Private E-Mail-Konten von US-Regierungsvertretern und chinesischen Aktivisten beim E-Mail-Dienst Gmail sind Ziel eines Hackerangriffs geworden. Die Spuren weisen nach Peking.

Es war nur eine Randbemerkung im offiziellen Google Blog vom Mittwoch: Der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber habe Angriffe auf seinen E-Mail-Dienst Gmail beobachtet. Unbekannte hätten versucht, die Konto-Zugangsdaten hunderter Gmail-Nutzer auszuspähen. Ziel sei gewesen, E-Mails anschließend unbemerkt an andere Adressen weiterzuleiten und sie so mitlesen zu können. Die Opfer seien informiert und ihre Konten gesichert worden.

Beim so genannten Phishing geben sich die Angreifer in Mails als Angehörige vertrauenswürdiger Institutionen aus, zum Beispiel einer Bank. Sie bitten ihre Opfer um den Besuch einer bestimmten Webseite. Auch diese Seiten sehen auf den ersten Blick seriös aus. Doch sie enthalten entweder Schadsoftware, die den Computer des Opfers infiziert oder sie bitten den Seitenbesucher um die Eingabe seiner vertraulichen Zugangsdaten, etwa des Passwortes seines Mail-Accounts.

Im Google-Blog wird die Vermutung geäußert, dass der Angriff von aus China gestartet wurde, genauer von Jinan aus. Die Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Shandong ist Sitz eines von sechs chinesischen Militärzentren für High-Tech-Spionage. Im vergangenen Jahr war die dortige Technologie-Hochschule in die Schlagzeilen geraten, als sie von US-Ermittlern mit einem vorhergehenden Angriff auf Google und mehr als 20 weitere Unternehmen in Verbindung gebracht wurde.

Nach der jüngsten Hacker-Attacke äußerte Google keine Vermutungen über die Motive. Auch machte der US-Konzern die chinesische Regierung nicht direkt verantwortlich. Doch die angegriffenen Mail-Konten gehören zumindest Personen, die für China interessant sind: Mitarbeiter der Washingtoner Regierung, chinesische Menschenrechtler, Militärs, Journalisten und Vertreter asiatischer Staaten, insbesondere Südkoreas.

Vorsichtiger Umgang mit China

Der US-Konzern hat die chinesische Regierung zwar nicht direkt verantwortlich gemacht, doch der Vorfall dürfte die Beziehungen zwischen Google und China weiter belasten. Der Streit zwischen dem US-Konzern und der Volksrepublik hatte auch die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern getrübt. Mit mehr als 450 Millionen Nutzern ist China der weltgrößte Internetmarkt, auf dem der Suchmaschinen-Anbieter Baidu sehr präsent ist. Der Angriff auf Google-E-Mail-Konten schürt zudem die Sorge auch in anderen Branchen. Erst vor einigen Tagen war der US-Verteidigungskonzern Lockheed Opfer einer Hacker-Attacke geworden. Beim japanischen Unterhaltungselektronikriesen Sony gab es zuletzt eines der größten Datenlecks überhaupt.

Die USA gehen unterdessen nicht davon aus, dass sich die Hacker Zugang zu offiziellen E-Mail-Postfächern der Regierung verschaffen konnten. Es gebe keinen Grund für diese Annahme, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Washington. Die Regierung bemühe sich derzeit, alle Fakten zusammenzubekommen. Auch das FBI wurde eingeschaltet. Die Ermittlungsbehörde arbeite mit Google zusammen, teilte eine Sprecherin mit. Die USA hatten unlängst gewarnt, dass Cyber-Angriffe auch militärische Vergeltungsschläge nach sich ziehen könnten. Allerdings gilt es als sehr heikel, den Ursprung solcher Internet-Attacken zweifelsfrei zu klären.

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hlue/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.