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Sri Lanka: Anschlag auf Touristenhochburg

Bei einem Selbstmordanschlag im Süden Sri Lankas sind mindestens vier Menschen getötet worden. Der Anschlagsort Galle ist bei Touristen sehr beliebt. Nach dem Attentat sind Tumulte ausgebrochen.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Marinebasis in der Touristenhochburg Galle im Süden Sri Lankas sind mindestens ein Soldat getötet und 26 weitere Menschen verletzt worden. Das Verteidigungsministerium in Colombo teilte mit, drei Kämpfer der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) seien bei dem Angriff ums Leben gekommen.

Panik und Ausgangssperre

Fünf als Fischtrawler getarnte Boote der LTTE hätten versucht, in den Hafen einzudringen. Drei Boote seien zuvor von der Marine versenkt worden, zwei seien nahe des Hafens von Rebellen zur Explosion gebracht worden. Zwei Patrouillenboote der Marine seien bei der Detonation schwer beschädigt worden. Die LTTE äußerte sich zunächst nicht zu dem jüngsten Anschlag.

Touristen kamen nach ersten Erkenntnissen nicht zu Schaden. Die Marinebasis liegt am Stadtrand und nicht in der Nähe von Hotels. Galle zählt bei westlichen Urlaubern zu den beliebtesten Reisezielen in Sri Lanka. Bislang war der mehrheitlich singhalesische Süden des Landes von der im Norden seit Monaten eskalierenden Gewalt verschont geblieben.

Nach dem Anschlag kam es zu Panik in Galle. Die britische BBC berichtete, aufgebrachte Bewohner hätten Läden tamilischer Händler in Galle angegriffen. Die Behörden verhängten daraufhin eine Ausgangssperre über die Stadt. Die Schnellstraße von der Hauptstadt Colombo in den Süden der Insel wurde gesperrt.

DPA / DPA