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stern-Umfrage: Deutsche finden Obama toll wie eh und je

Der US-Präsident liefert sich gerade ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Herausforderer Mitt Romney. Ginge es nach den Deutschen, wäre das Duell gelaufen - und zwar klar zugunsten des Amtsinhabers.

Eine Woche vor der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten glauben die Bundesbürger fest an einen Sieg von US-Präsident Barack Obama. Obwohl sich der Demokrat ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney liefert und die Entscheidung am 6. November extrem knapp ausgehen dürfte, sind nach einer stern-Umfrage 81 Prozent der Deutschen überzeugt, dass der amtierende Regierungschef auch die nächsten vier Jahre das Land führen wird. Gerade einmal 10 Prozent trauen Romney den Wahlsieg zu.

Während der Republikaner in den USA seit dem ersten TV-Duell in den Umfragen zulegen und Obama den schon sicher geglaubten Sieg streitig machen konnte, ist den Deutschen im Laufe des Wahlkampfes der Amtsinhaber sympathischer geworden: Wenn sie selbst wählen könnten, würden ihm 92 Prozent die Stimme geben. Das sind sechs Punkte mehr als bei einer entsprechenden stern-Umfrage vor zwei Monaten. Ganze 4 Prozent würden sich für Romney entscheiden (-1 im Vergleich zur Umfrage Mitte August).

USA gewinnen Ansehen bei den Deutschen

Obama ist auch zu verdanken, dass die USA bei den Deutschen wieder ein höheres Ansehen genießen. 84 Prozent von ihnen erklärten, der Präsident habe das Image der USA verbessern können.

Dennoch stellen die Vereinigten Staaten für die Mehrheit der Deutschen keine wirtschaftliche Supermacht mehr dar. Der Ansicht sind 52 Prozent. 43 Prozent sagen, sie seien noch eine ökonomische Großmacht. 81 Prozent der Deutschen halten die USA jedoch weiter für eine militärische Supermacht.

In puncto Wahlkampf-Stil trennen Deutsche und Amerikaner noch Welten: 80 Prozent der Bundesbürger fänden es nicht gut, wenn die Frauen der Spitzenkandidaten eine ähnlich bedeutende Rolle in der Öffentlichkeit spielen würden wie in den USA. Lediglich 16 Prozent würden dies begrüßen.

Matthias Weber
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