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Sturm auf das Kapitol Steve Bannon: Ex-Chefstrategen von Donald Trump soll der Prozess gemacht werden

Steve Bannon
Steve Bannon ist Mitbegründer der rechten Webseite "Breitbart" und spielte in den Augen des Untersuchungsausschusses eine wichtige Rolle bei dem Sturm auf das amerikanische Kapitol.
© Win McNamee / AFP
Dem ehemaligen Trump-Berater und Rechtspopulisten Steve Bannon wird Kongressbehinderung vorgeworfen. Im vergangenen Jahr hatte er sich zunächst geweigert, einer Vorladung nachzukommen und Dokumente freizugeben.

Der frühere Chefstratege von Ex-US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, wird sich trotz seines Einlenkens im Streit um eine Aussage vor dem Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Erstürmung bald vor Gericht verantworten müssen. Bundesrichter Carl Nichols lehnte laut US-Medienberichten am Montag (Ortszeit) einen Antrag von Bannons Anwälten zurück, den für 18. Juli geplanten Prozessauftakt zu verschieben. Er sehe "keinen Grund", das Verfahren weiter hinauszuzögern, sagte der Richter demnach. 

Steve Bannon als "Schlüsselfigur bei der Kapitol-Erstürmung"

Bannon wird sich dann wegen Kongressbehinderung verantworten müssen. Der 68-jährige Rechtspopulist hatte im vergangenen Jahr eine Vorladung des parlamentarischen U-Ausschusses zur Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar 2021 ignoriert und zudem die Übergabe von Dokumenten verweigert. Daraufhin wurde er im November wegen Behinderung des Kongresses angeklagt.

Zuletzt vollzog der Mitbegründer der rechten Website "Breitbart News" aber eine Kehrtwende: Sein Anwalt erklärte am Wochenende, Bannon wolle nun doch vor dem Gremium aussagen. Der Untersuchungsausschuss hält den Rechtspopulisten für eine Schlüsselfigur bei der Kapitol-Erstürmung und deswegen für einen Schlüsselzeugen.

Trump hatte nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 alle Hebel in Bewegung gesetzt, um an der Macht zu bleiben. Der republikanische Amtsinhaber und sein Umfeld verbreiteten unter anderem durch nichts belegte Wahlbetrugsvorwürfe.

Trauriger Tiefpunkt der Kampagne war der Sturm hunderter radikaler Trump-Anhänger auf das Kapitol, als dort der Wahlsieg des Demokraten Joe Biden zertifiziert werden sollte. Die Ausschreitungen mit fünf Toten sorgten weltweit für Entsetzen. Der Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Erstürmung hält derzeit eine Reihe öffentlicher Anhörungen ab, um die damaligen Vorgänge aufzudecken.

Extremistengruppen im Fokus

Die nächste Anhörung steht am Dienstag (13.00 Uhr Ortszeit; 19.00 Uhr MESZ) an. Dabei soll es um Verbindungen zwischen Trumps Umfeld und den rechtsextremen Gruppierungen Oath Keepers und Proud Boys gehen. Beide Extremistengruppen waren an der Kapitol-Erstürmung beteiligt.

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Bei der Anhörung soll unter anderen ein früheres Mitglied der Oath Keepers aussagen, Jason Van Tatenhove. Die Abgeordnete Zoe Lofgren von der Demokratischen Partei sagte dem Nachrichtensender CNN, bei der Anhörung werde der Ausschuss "die Zusammenhänge herstellen zwischen diesen Gruppen und jenen in Regierungskreisen, die versuchten, die Wahl zu kippen".

ch AFP

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