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Straßenkampf: Kommt der Sturm auf Basra?

Die südirakische Stadt Basra wird für die alliierten Truppen zu einem militärischen Ziel, in der Nacht ist ein zweiter britischer Soldat im Kampf gefallen.

Die südirakische Stadt Basra wird für die alliierten Truppen zu einem militärischen Ziel. Dies sagte ein britischer Militärsprecher laut dem US-Fernsehsender CNN. Damit habe es einen Strategiewandel gegeben. Bisher war es die alliierte Absicht, die Millionenstadt zu umgehen und sich nicht in einen Häuserkampf hineinziehen zu lassen. Anlass für den Wandel sei der andauernde heftige Widerstand aus der Stadt und die Tatsache, dass sich große Teile der lokalen irakischen Truppen ins Innere der Stadt zurückgezogen hätten. Basra war in den vergangenen Tagen bereits bombardiert worden. Da es dabei zu längeren Stromausfällen kam und die Wasserversorgung blockiert war, befürchtet das Rote Kreuz eine humanitäre Krise.

Zweiter britischer Soldat im Kampf gefallen

Ein zweiter britischer Soldast ist in der Nacht zum Dienstag bei Kampfhandlungen im Irak getötet worden. Nach Angaben aus britischen Militärquellen fiel er in der Nähe der umkämpften südirakischen Stadt Basra. Dort war bereits am Vortag ein britischer Soldat erschossen worden. Damit starben bislang 18 Angehörige der britischen Streitkräfte, 16 von ihnen kamen bei Unfällen ums Leben.

Die alliierten Kräfte, die sich angeblich rund 90 Kilometer vor Bagdad befinden, bereiten sich laut CNN auf heftige Kämpfe mit den Elitetruppen der Republikanischen Garden vor, die mehrere Verteidigungsringe um die Hauptstadt bilden. Immer wieder würden die alliierte Luftwaffe und Kampfhubschrauber eingesetzt, um Stellungen der Garden zu bombardieren. Schwere Kämpfe meldete der arabische Fernsehsender El Dschasira erneut um die Stadt Nasarija rund 150 Kilometer südlich von Bagdad. Dabei habe es schwere Artillerie-Duelle gegeben und Kampfhubschrauber seien eingesetzt worden.

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