HOME

Streiks in Frankreich: Hortefeux lässt Blockaden von Treibstofflagern auflösen

Hortefeux lässt die Muskeln spielen: Frankreichs Innenminister hat am Mittwoch die Zugangswege zu drei Treibstoffdepots räumen lassen. Zwischenfälle habe es dabei nicht gegeben.

Nach tagelangen Streiks und Blockaden hat die französische Regierung die Öffnung einiger Treibstofflager erzwungen. Innenminister Brice Hortefeux sagte am Mittwoch, auf entsprechende Anordnung hin seien in der Nacht drei Depots im Westen des Landes wieder freigegeben worden. Zwischenfälle habe es dabei nicht gegeben.

"Jeder muss wissen: Wir werden eine Blockade des Landes nicht zulassen", sagte Hortefeux vor Journalisten. "Ich apelliere an das Verantwortungsbewusstsein aller. Es ist Zeit, die Blockaden der Treibstoffdepots zu beenden", fügte der Innenminister hinzu. Die landesweiten Streiks und Proteste, die seit Tagen das öffentliche Leben in Frankreich lähmen, richten sich gegen die geplante Rentenreform. Unter anderem soll das Renteneintrittsalter von 60 auf 62 Jahre heraufgesetzt werden.

Binnen einer Woche wurden nach Angaben Hortefeuxs mehr als 1.400 Personen vorübergehend festgenommen. Auch am Mittwoch kam es im Großraum Paris wieder zu Ausschreitungen. Im Vorort Nanterre warfen vermummte Jugendliche Fensterscheiben ein und schleuderten Steine auf Polizisten. Hortefeux drohte am Mittwoch mit einem harten Vorgehen gegen die Randalierer: "Wir werden die Ganoven nicht ungestraft davonkommen lassen", sagte er. Die Gewalt sei "inakzeptabel".

APN / APN