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Taliban greifen NATO-Stützpunkt an: Kämpfe in Dschalalabad dauern an

Im Osten Afghanistans haben Aufständische am Mittwoch einen wichtigen NATO-Stützpunkt angegriffen. Wie ein Sprecher der NATO-Truppe ISAF in Kabul mitteilte, dauerten die Kämpfe am Stützpunkt in Dschalalabad nahe der pakistanischen Grenze am Vormittag zunächst an.

Im Osten Afghanistans haben Aufständische am Mittwoch einen wichtigen NATO-Stützpunkt angegriffen. Wie ein Sprecher der NATO-Truppe ISAF in Kabul mitteilte, dauerten die Kämpfe am Stützpunkt in Dschalalabad nahe der pakistanischen Grenze am Vormittag zunächst an. Mehrere Angreifer, die nicht auf das NATO-Gelände hätten vordringen können, seien getötet worden. Auf Seiten der internationalen Truppen gab es demnach zunächst keine Opfer.

Nach Angaben der Provinzregierung waren Selbstmordattentäter an dem Angriff beteiligt. NATO-Angaben zufolge brachten die Aufständischen eine Autobombe zur Explosion und setzten Panzerfäuste und Feuerwaffen ein. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP zu dem Angriff.

Der Stützpunkt in der Provinzhauptstadt Dschalalabad mit seinem Militärflughafen zählt zu den wichtigsten NATO-Stützpunkten in Afghanistan. In den vergangenen Monaten hatten Aufständische bereits den Stützpunkt in Kandahar im Süden des Landes und Bagram nahe Kabul angegriffen.

Für die internationalen Truppen ist der Juni laut der Zählung der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf die unabhängige Website icasualties.org stützt, mit bislang 100 getöteten ausländischen Soldaten der blutigste Monat seit der Invasion Ende 2001.

AFP / AFP
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