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Terror: Al-Kaida-Verdächtiger im Jemen festgenommen

In Jemen ist ein mutmaßliches Mitglied von al Kaida festgenommen worden. Gleichzeitig gab die Regierung in Sanaa bekannt, dass sie im Kampf gegen Terrorismus Waffen und logistische Unterstützung aus den USA erhalte.

Die jemenitischen Behörden haben in der südlichen Provinz Hodeida ein mutmaßliches Mitglied des Terrornetzes al Kaida festgenommen. Der 35-jährige Mohammed Abdu Saleh al-Haudali sei im Bezirk Badschil nach einem Schusswechsel mit den Sicherheitskräften gefasst worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Saba am Donnerstag unter Berufung auf das Innenministerium. Der Jemen war zuletzt ins internationale Rampenlicht geraten, weil der verhinderte nigerianische Flugzeugattentäter Umar Farouk Abdulmutallab von al Kaida im Jemen ausgerüstet und instruiert worden sein soll.

USA liefern Waffen nach Jemen

Die Regierung in Sanaa räumte am Freitag erstmals ein, dass ihre Streitkräfte Waffen und militärische Ausrüstung von den USA erhalten. "Die USA helfen dem Jemen bei der Ausbildung seiner Anti-Terror-Einheiten und seiner Küstenwache und stellen militärische Ausrüstung zur Verfügung", sagte Regierungssprecher Tarik al-Schami. Darüber hinaus gebe Washington durch Satellitenaufklärung gewonnene geheimdienstliche Erkenntnisse über Terrorzellen an die zuständigen Stellen im Jemen weiter.

Angeblich 64 Terrorverdächtige getötet

Bei zwei Luftangriffen auf mutmaßliche Al-Kaida-Stellungen am 17. und 24. Dezember letzten Jahres hatte das jemenitische Militär nach eigenen Angaben 64 Terrorverdächtige getötet. Wie die Behörden am Freitag bekanntgaben, seien auch zwei saudische Staatsbürger darunter gewesen. Ihre Namen wurden mit Turki bin Saad bin Mohammed al-Kuleis und Ibrahim al-Nadschd angegeben. Zunächst war aber nicht klar, welche Rolle sie in der al Kaida auf der arabischen Halbinsel spielten. Diese Organisation war im Vorjahr aus der Vereinigung der saudischen und der jemenitischen al Kaida entstanden.

Frühere Berichte der Behörden, nach denen beim Luftangriff am 24. Dezember der Führer dieser Organisation, der Jemenit Nasser al-Wahischi und sein saudischer Stellvertreter Said Ali al-Schihri ums Leben gekommen sein könnten, wurden später nicht bestätigt.