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Strategie, Sympathisanten & Co: Fünf Grafiken zum Islamischen Staat

Nach den Anschlägen von Paris steht die Terrorarmee des IS im Mittelpunkt. Fünf Grafiken zur Organisation, die Teile Syriens und des Iraks beherrscht und nun auch direkt in Europa für Schrecken sorgt.

1. Die Strategie des IS

Obige Grafik des Think Tanks Institute for the Study of War zeigt die Kernbereiche des Islamischen Staats und wie vorgegangen werden soll, um den Einfluss zu erweitern. Der innerste Bereich in rot soll komplett beherrscht werden, er umfasst Syrien, den Irak, Israel und die Palästinensergebiete und Jordanien. Hier soll an Boden gewonnen und das gewonnene Land verteidigt werden. In den orangen Gebiete sollen über kurz oder lang eigene IS-Bastionen entstehen, in manchen (das zeigt das Kreuz an) werden sogar schon Gebiete beherrscht oder man arbeitet mit Lokalregierungen zusammen. Im großen gelben Bereich sollen Angriffe stattfinden. Es gehört zur Strategie des IS, möglichst viel Verwirrung zu stiften, Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu polarisieren.

2. Wo seine Kämpfer rekrutiert werden

Eine der schwierigsten Angelegenheiten ist die genaue Erfassung der Kämpfer des IS. Jüngste Schätzungen der CIA gehen davon aus, dass knapp 30.000 Menschen aus verschiedenen Ländern in die Gebiete des IS gereist sind, um zu kämpfen. Im Juni 2014 ging man von 12.000 Kämpfern aus, im August 2015 von 20.000. Das heißt aber nicht zwingend, dass der IS nun über eine Armee von 30.000 Mann verfügt. Im vergangen Jahr sollen auch bei unterschiedlichen Kampfhandlungen 10.000 IS-Kämpfer gestorben sein (wie etwa in einem Report des Think Tanks Sufan Group nachzulesen ist). Der Plafond an Menschen, die bereit sind, dorthin zu reisen und zu kämpfen, könnte schon bald erreicht sein.

Untere Grafik zeigt relativ betrachtet, aus welchen Ländern am meisten Kämpfer rekrutiert werden konnten. Die Liste führt Tunesien an, und das ist insofern interessant, als noch mehrere tausend Tunesier daran gehindert wurden, das Land zu verlassen und nach Syrien zu reisen.

3. Nach Syrien gereiste Kämpfer pro eine Million Einwohner


4. Wie er bekämpft wird

Die obere Grafik des Institute for the Study of War zeigt die Luftangriffe Russlands, die vor allem die umkämpften Gebiete betreffen. Auch interessant: Seit Russland begonnen hat, in Syrien zu intervenieren, haben die Luftangriffe der US-geführten Bündnis in Syrien und im Irak abgenommen. In den letzten Tagen hat Frankreich wieder verstärkt mit Angriffen aus der Luft begonnen.

5. Wo die Sympathisanten sitzen

Es sind keine ernstzunehmenden Daten vorhanden, die zeigen, in welchen Ländern es am meisten Sympathie für den IS gibt. Das Brookings Institute hat in einer Untersuchung von Twitter-Daten unter zehntausenden von Nutzern Inhalte analysiert und ist zum Schluss gekommen, dass am meisten Sympathisanten in Saudi-Arabien sitzen.

Accounts, die auf Twitter IS-Propaganda verbreiten:

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