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"Krieg gegen den Terrorismus": Türkische Luftwaffe greift erneut PKK-Stellungen an

Kampfflugzeuge der türkischen Luftwaffe bombardierten in der Nacht zu Mittwoch Ziele im Nordirak und im Südosten der Türkei. Am Nachmittag berät das Parlament über die angespannte Sicherheitslage.

Mit Kampfflugzeugen griff die Türkei erneut Stellungen der PKK an

Die türkische Luftwaffe hat ihre Angriffe auf Ziele der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK intensiviert

Die türkische Luftwaffe hat in der Nacht zum Mittwoch neue Angriffe auf Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) geflogen. Die Kampfjets bombardierten erneut Ziele im Nordirak und im Südosten der Türkei, wie die Regierung in Ankara am Mittwoch mitteilte. Im Nachbarland wurden demnach sechs Militärlager attackiert.

Die Türkei hat einen doppelten "Krieg gegen den Terrorismus" ausgerufen, der sich gleichzeitig gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat und gegen die verbotene PKK richten soll. Ankara stuft beide Gruppierungen als "Terrororganisationen" ein.
Die Armee fliegt seit vergangener Woche Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien und bombardiert PKK-Lager im Nordirak. Am Dienstag wurden die Angriffe auf Stellungen der Kurdenrebellen im Südosten der Türkei ausgeweitet. Vorangegangen war ein Anschlag auf paramilitärische Polizisten.


Das türkische Parlament berät am Mittwoch in einer Sondersitzung über die angespannte Sicherheitslage des Landes. Die oppositionelle pro-kurdische Partei HDP hatte die Sondersitzung beantragt. Auch das türkische Sicherheitskabinett soll am Abend zusammenkommen. Dies gab das Büro des Ministerpräsidenten bekannt.

Der Vorsitzende der HDP-Partei hat die türkische Regierung und Kurden unterdessen zur Einstellung der beiderseitigen Angriffe aufgerufen. Die Übergriffe sollten sofort beendet werden, sagte Selahattin Demirtas am Mittwoch vor Journalisten. Beide Seiten sollten Vernunft walten lassen.


mka / DPA / AFP / Reuters