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Türkei: Sieben Kinder sterben bei Bombenanschlag

Bei einem Bombenanschlag in der Stadt Diyarbakir im Südosten der Türkei sind zehn Menschen getötet worden, darunter auch sieben Kinder. Ein einjähriges Baby erlag im Krankenhaus den Verletzungen.

Erneut ist die Türkei von einem Bombenanschlag erschüttert worden. Bei der Explosion eines Sprengsatzes in der vorwiegend von Kurden bewohnten Stadt Diyarbakir im Südosten des Landes starben am Dienstagabend zehn Menschen. 17 weitere wurden nach Angaben der Sicherheitsbehörden verletzt. Ein Bekennerschreiben gab es zunächst nicht.

Der Sprengsatz explodierte an einer Bushaltestelle am Rande eines Parks in einem Armenviertel Diyarbakirs. Einige der Todesopfer seien regelrecht zerfetzt worden, berichteten türkische Medien. Unter den Todesopfern seien auch sieben Kinder. Ein einjähriges Baby sei in der Nacht im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, teilten die Behörden mit.

Fortsetzung einer Anschlagserie

Erst Ende August waren bei einer Anschlagsserie im Südwesten der Türkei drei Menschen getötet und über 100 verletzt worden, darunter auch ausländische Touristen.

Zu den Anschlägen im August in Antalya am Mittelmeer und in Marmaris an der Ägäisküste, bei denen auch drei deutsche Urlauber verletzt worden waren, hatten sich kurdische Extremisten bekannt. Die Freiheitsfalken Kurdistans, eine Splittergruppe der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, hatten in ihren Bekennerschreiben mit weiteren Anschlägen gedroht.

DPA / DPA