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Ukraine-Krise Militär soll russische Drohne abgeschossen haben


In der Ostukraine hat das ukrainische Militär nach eigenen Angaben eine russische Drohne abgeschossen. Dabei dürfte Russland gar nicht den Luftraum des Nachbarlandes überwachen.

Die ukrainische Luftabwehr hat nach eigenen Angaben ein unbemanntes russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostukraine abgeschossen. Die Drohne habe am Sonntagnachmittag die Grenzregion Lugansk ausspioniert, bevor sie von der Luftabwehr zum Absturz gebracht worden sei, berichtete der prominente Militärexperte Dmitri Tymtschuk in Kiew. Der Grenzschutz in Kiew teilte mit, dass von russischer Seite weiter Militärtechnik unerlaubt auf ukrainisches Gebiet gelange. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums gelang es dem Militär, am Samstag einen russischen T-64-Panzer in seinen Besitz zu bringen.

Viele Ukrainer fordern eine Wiederaufnahme der umstrittenen "Anti-Terror-Operation", um die prorussischen Separatisten zurückzudrängen. Die Aufständischen haben Widerstand angekündigt. Die Seiten in dem Konflikt werfen sich seit Tagen gegenseitig vor, die Waffenruhe zu brechen. Der Experte Tymtschuk behauptete, dass die Aufständischen in der von ihnen belagerten Separatisten-Hochburg Slawjansk selbst begonnen hätten, Wohnviertel mit Artillerie zu beschießen. Dabei starben nach seiner Darstellung mindestens acht Bewohner. Die prorussischen Kräfte hatten der ukrainischen Truppen zuvor vorgeworfen, Slawjansk zu beschießen.

she/DPA DPA

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