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UN-Klimakonferenz in Tianjin Die Krux mit dem Klima und der Verbindlichkeit

Die Klimakonferenz im chinesischen Tianjin ist ein Testballon für den großen Klimagipfel im Dezember. Es gilt, das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll durch ein neues, verbindliches Regelwerk zu ersetzen. Hohe Erwartungen trägt allerdings keiner der Teilnehmer mit sich - auch wenn Christiana Figueres, Leiterin des UN-Weltklimarats, nochmals erreichbare und politisch ausgewogene Ziele eingefordert hat.

Die Chefin des Weltklimarats der UN, Christiana Figueres, hat von den Teilnehmern einer Klimakonferenz im chinesischen Tianjin eine Einigung auf erreichbare und politisch ausgewogene Ziele gefordert. Die Weltgemeinschaft müsse sich auf verbindliche Ziele einigen, sagte die UN-Klimachefin am Montag zur Eröffnung der sechstägigen Konferenz. Andernfalls könne der Klimagipfel im mexikanischen Cancún im Dezember kein Erfolg werden. "Als Regierungen können Sie weiter stehen bleiben oder vorankommen. Jetzt ist der Zeitpunkt, eine Entscheidung zu treffen", sagte Figueres.

In der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin sind rund 3.000 Delegierte zusammengekommen, um über Klimaziele zu beraten. Im vergangenen Jahr hatte sich die Weltgemeinschaft auf dem Klimagipfel in Kopenhagen nicht auf verbindliche Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase einigen können. Stattdessen gab es nur eine unverbindliche Erklärung, den Klimawandel bekämpfen zu wollen. Ziel der UN-Verhandlungen ist es, das Kyoto-Protokoll zu ersetzen, das 2012 ausläuft.

Seitdem sind die Erwartungen deutlich geschrumpft, doch noch eine Einigung auf eine deutliche Reduzierung der Treibhausgase zu erzielen. Die Hindernisse sind nach wie vor die gleichen: Die Staaten sind sich uneinig, wer welchen Beitrag leisten muss. Das Misstrauen zwischen Entwicklungsländern und Industriestaaten ist dabei sogar noch gewachsen.

APN APN

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