US-Vorwahlen Überraschungssiege für Huckabee


Abgesehen vom Staat Washington hat der Favorit John McCain die Vorwahlen der Republikaner am Samstag verloren. Der ehemalige Baptistenprediger Mike Huckabee entschied die Abstimmungen in Kansas und Louisiana unerwartet für sich und hofft nun auf ein Wunder.

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Republikanischen Partei hat der ehemalige Baptistenprediger Mike Huckabee am Samstag bei den Wählerversammlungen in Kansas und Louisiana klar über den Favoriten John McCain gesiegt. McCain siegte lediglich im Staat Washington mit 26 Prozent der Stimmen, 24 Prozent entfielen auf Huckabee.

In Kansas kam der frühere Gouverneur des Südstaates Arkansas auf 60 Prozent, McCain auf 24 und der Außenseiter Ron Paul auf 11 Prozent. Zu vergeben waren 36 Delegierte für den Nominierungskongress.

In Louisiana, wo es 20 Delegiertenstimmen zu erobern galt, war Huckabees Sieg bedeutend knapper. Mit 44 Prozent setzte sich Huckabee gegenüber McCain durch, der nur auf 42 Prozent der abgegebenen Stimmen kam.

Vom rechtskonservativen Flügels

Trotz der Niederlage in Kansas führt Senator McCain mit 719 Delegiertenstimmen fast uneinholbar vor Huckabee mit 234 Stimmen, nachdem Mitt Romney sich am Donnerstag aus dem Rennen zurückzog. Um Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden, sind 1.191 Stimmen nötig. Huckabee will sich dennoch nicht zurückziehen. Er glaube noch immer an Wunder, sagte er auf einer Wahlkampfveranstaltung.

Die Niederlage McCains in Kansas veranschaulicht nach Ansicht von Experten McCains Schwierigkeiten, die Unterstützung des rechtskonservativen Flügels der Partei für sich zu finden. Huckabee vertritt auf vielen Feldern einen deutlich konservativeren Kurs und verwies am Wochenende erneut auf seinen Glauben und seine strikte Ablehnung von Abtreibungen.

AP AP

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