US-Wahlkampf McCain singt "bombardiert den Iran"


Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John McCain ist mit einem schlechten Witz in den Fettnapf getreten: Bei einer Wahlkampf-Rede improvisierte er ein Liedchen mit dem Refrain "bombardiert den Iran". Kritik an seinem Song wies McCain entrüstet zurück.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John McCain hat mit einem Witz über die Bombardierung des Irans für Aufsehen gesorgt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in South Carolina begann er auf eine Frage nach seiner Iran-Politik die Melodie des Titels "Barbara Ann" von den Beach Boys zu singen, allerdings mit dem Text "Bomb Iran". Das Publikum lachte.

Kritik an seinem Scherz wies McCain einen Tag später zurück. "Bitte, ich habe nur mit einigen meiner alten Veteranen-Freunde gesprochen", sagte der Politiker am Donnerstag in Las Vegas. "Meine Antwort ist: Entspannt Euch und lebt Euer Leben." Auf die Frage, ob sein Witz nicht unsensibel gewesen sei, erklärte er: "Unsensibel gegenüber wem? Den Iranern?" Nach seiner kurzen Gesangseinlage wurde McCain wieder ernst und erklärte, er stimme mit US-Präsident George W. Bush darin überein, dass die Vereinigten Staaten Israel vor dem Iran schützen und Teheran daran hindern müssten, sich Atomwaffen zu verschaffen.

McCain hat bisher einen militärischen Angriff auf den Iran nicht ausschließen wollen, dies jedoch stets als letzte Option bezeichnet. Die Episode erinnert an einen Witz von Ronald Reagan 1984. Der hatte auf der Höhe des Wettrüstens mit der Sowjetunion gescherzt: "Meine lieben Mitbürger, ich freue mich, Ihnen heute sagen zu können, dass ich ein Gesetz unterzeichnet habe, das Russland für immer verbieten wird. Wir beginnen in fünf Minuten mit den Bombenangriffen." Reagan hatte mit diesen Worten das Mikrofon vor seiner wöchentlichen Radioansprache getestet.

AP AP

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