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Clinton vs. Trump: Wichtige Zitate und Höhepunkte: Das müssen Sie übers dritte Duell wissen

Ob Donald Trump der 45. Präsident der USA wird, ist derzeit mehr als fraglich. Grimmig verkeilen sich die Kontrahenten in der letzten TV-Debatte ineinander. Nackte Unversöhnlichkeit und keine Brücken. Die wichtigsten Aussagen, die Höhepunkt im Schnellcheck.

Donald Trump und Fox-News-Moderator Chris Wallace nach dem dritten TV-Duell

Donald Trump und Fox-News-Moderator Chris Wallace nach dem dritten TV-Duell

Es war ihr dritter und letzter direkter Schlagabtausch im US-Fernsehen, bevor es am 8. November ernst wird. In Las Vegas gerieten die Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und erneut heftig aneinander. Was war bemerkenswert?

Die wichtigsten Zitate:

"Ich werde mir das dann anschauen. Ich schaue es mir nicht jetzt an. Ich lasse Euch zappeln."

(Donald Trump darüber, ob er eine Wahlniederlage am 8. November anerkennen würde)

"Donald Trump denkt, dass es ihn groß macht, wenn er Frauen erniedrigt. Es macht ihn nur zu einem Rüpel. Er greift ihre Würde an, ihr Selbstbewusstsein und ich glaube nicht, dass es irgendwo eine Frau gibt, die nicht weiß, wie sich das anfühlt."

(Clinton über das Frauenbild von Donald Trump)

"Die Geschichten sind alle total falsch. Ich habe mich nicht einmal bei meiner Frau entschuldigt, weil ich nichts getan habe."

(Donald Trump leugnet die Anschuldigungen mehrerer Frauen, er habe sie sexuell belästigt.)


"An dem Tag, als ich im Situation Room saß und zusah, wie Osama bin Laden bei einer unschädlich gemacht wurde, hat er (Trump) gerade die Fernsehshow "Celebrity Apprentice" moderiert."

(Hillary Clinton über die politische Erfahrung ihres Konkurrenten Donald Trump)

"Frauen sollten die Entscheidung über ihre Gesundheit selbst treffen können."

(Hillary Clinton verteidigt das Recht auf Abtreibung)

"Ich kenne Putin nicht. Er ist nicht mein bester Freund. Er hat nette Dinge über mich gesagt. Es ist sicherlich förderlich, wenn wir gut mit Russland auskommen. Putin hat keinen Respekt vor Clinton und auch nicht vor Präsident Barack Obama."

(Donald Trump über den russischen Präsidenten Wladimir Putin)

Tabubruch:

Es war das Thema des Abends: Donald Trump weigerte sich, zu sagen, ob er das Wahlergebnis anerkennen wird. 

Das Auftreten:

Trump war besser vorbereitet, er wirkte besonders zu Beginn stark. Vergleicht man alle drei TV-Debatten, hatte er in Las Vegas wohl seinen besten Auftritt. Aber auch Clinton war sehr gut. Sie hatte ihre Balance gefunden, griff ihn mal hart an, ignorierte ihn an anderer Stelle.  

Redeanteil:

Diesmal war die Demokratin ihrem Konkurrenten voraus: Laut einer Rechnung des Senders CNN kam der Republikaner auf 35,41 Minuten Redezeit, Clinton auf 41,46 Minuten. 

Fehlende Faktentreue:

Trump nahm es mit den Fakten erneut nicht sehr genau. Er behauptete, die Offensive zur Rückeroberung der irakischen Stadt Mossul habe nur begonnen, weil Clinton sich um das Präsidentschaftsamt bewerbe. Das stimmt nicht. Die Operation wurde seit Monaten vorbereitet. Irakische Streitkräfte haben dabei die Führung. 

Gesten:

Sie wollten sich einfach nicht mehr die Hände reichen, weder Bill Clinton und Melania Trump, noch die beiden Präsidentschaftskandidaten. Hillary Clinton verabschiedete sich nach der Debatte demonstrativ von Moderator Chris Wallace, Trump ignorierte sie auf der Bühne. 

Weißes Gewand:

Clinton erschien in einem weißen Hosenanzug - wie schon nach dem Wahlsieg in Kalifornien, als sie genügend Stimmen für die Nominierung beisammen hatte. Bei der ersten Debatte trug sie Rot, bei der zweiten Blau. Legt man alle drei Outfits zusammen, hat man Amerikas Nationalfarben.


feh / DPA