VG-Wort Pixel

Verschwörungstheorien Warum QAnon-Anhänger glauben, dass Trump heute wieder Präsident wird

Dieses Mal will die amerikanische Polizei auf mögliche Anschläge und Bedrohungen vorbereitet sein
Dieses Mal will die amerikanische Polizei auf mögliche Anschläge und Bedrohungen vorbereitet sein
© Manuel Balce Ceneta / AP / DPA
Beim Sturm auf das Kapitol haben Trump- und QAnon-Anhänger schon einmal gezeigt, wozu sie fähig sind. Für den 4. März befürchten die Sicherheitsbehörden weitere Anschläge – das Datum ist ein entscheidender Tag für die Verschwörungstheoretiker.

Nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar ist in Washington D.C. immer noch keine Ruhe eingekehrt, die Sicherheitsbehörden bleiben wachsam. Doch für den heutigen Donnerstag wurden die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft. Experten befürchten, dass Anhänger der Verschwörungsbewegung QAnon Anschläge verüben könnten.

Unter den Verschwörungstheoretikern machte sich der Glaube breit, Trump würde an diesem 4. März in sein Amt zurückkehren. Die US-Behörden deckten sogar mögliche Pläne von Extremisten für einen erneuten Angriff auf das US-Kapitol auf. Die Polizei sei vorbereitet auf mögliche Bedrohungen. 

Was steckt hinter der Theorie, dass Trump zurückkehrt?

Die neueste Theorie der QAnon-Gruppe, stammt von dem Glauben ab, dass die USA nach der Verabschiedung des "District of Columbia Organic Act" von 1871 von einem Land in ein Unternehmen umgewandelt wurden.

Eigentlich wurde durch dieses Gesetz eine Regierung für einen neu geschaffenen Distrikt festgelegt. Dennoch glauben einige Anhänger der QAnon-Theorien, dass jeder US-Präsident, jedes Gesetz und jede Änderung nach 1871 illegitim ist – denn seitdem seien die USA kein Land mehr. 

Warum am 4. März?

Der 20. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten legte den Termin der Vereidigung des Präsidenten in den Januar. Vor 1933 traten die amerikanischen Staatsoberhäupter ihr Amt am 4. März an. Deshalb wählten die QAnon-Anhänger dieses Datum, um ihre Theorie zu untermauern.

Mittlerweile beginnen jedoch sogar einige Verschwörungstheoretiker selbst an der Theorie zu zweifeln und verbreiten den Mythos, es sei eine Falle für die Anhänger. Andere wollen die Pläne der Extremisten an der Buchung des Trump-Hotels in DC festmachen: ausgebucht. Selbst die Mitglieder der Gruppierung sind sich uneinig – dennoch ist die US-amerikanische Polizei vorbereitet, damit ein Ereignis wie der Sturm auf das Kapitol sich nicht wiederholen kann.

Kapitolspolizei warnt vor Anschlägen

In der Hauptstadt wurden vorsichtshalber Barrikaden errichtet und die Zahl der Sicherheitskräfte erhöht. Das Repräsentantenhaus sagte eine für den 4. März geplante Sitzung aus Sicherheitsgründen ab. "Wir haben Geheimdiensterkenntnisse erhalten, die mögliche Pläne einer identifizierten Miliz für ein Eindringen in das Kapitol am Donnerstag, den 4. März, zeigen", erklärte die Kapitolspolizei am Mittwoch. "Wir nehmen diese Geheimdiensterkenntnisse ernst."

Nach Parler-Leak: Neue Videos vom Sturm auf das US-Kapitol aufgetaucht.

Vergangene Woche hatte die amtierende Chefin der Kapitolspolizei, Yogananda Pittman, vor möglichen Anschläge gewarnt. Extremisten hätten den Wunsch, "das Kapitol in die Luft zu sprengen und so viele Parlamentarier wie möglich zu töten". Als möglicher Anlass für einen Angriff wurde Bidens erste Rede zur Lage der Nation genannt. Ein Termin für die sogenannte State of the Union Address steht noch nicht fest.

Quelle: "BBC" / AFP

eli

Mehr zum Thema



Newsticker