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Venezuelas Präsident: Hugo Chávez kämpft erneut gegen den Krebs

Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez kämpft weiter gegen den Krebs. Er muss erneut operiert werden und wird dazu nach Kuba fliegen. Vorsorglich bestimmte Chavez seinen möglichen Nachfolger.

Der an Krebs erkrankte venezolanische Staatschef Hugo Chávez muss sich erneut einer Operation unterziehen. Der 58-Jährige kündigte am Samstagabend (Ortszeit) in Caracas an, er werde für den chirurgischen Eingriff wieder nach Kuba fliegen. Erst in der Nacht zum Freitag war er aus Havanna nach Caracas zurückgekehrt. "Es ist absolut notwendig, dass ich mich einem neuen chirurgischen Eingriff unterziehe, weil neue bösartige Zellen ... gefunden wurden. Ich muss zurück nach Havanna", sagte Chávez im Fernsehen. Er beantragte bei der Nationalversammlung bereits die erforderliche Genehmigung für einen Auslandsaufenthalt.

Nach der Entfernung eines ersten Tumors in der Lendengegend im Juni 2011 in Kuba hatte sich Chávez im Februar 2012 erneut eines operativen Eingriffs unterziehen müssen. Während der teils mehrwöchigen Behandlung auf Kuba hatte er sich mehreren Chemo- und Strahlentherapien unterzogen und konnte kaum an der Politik seines Landes Anteil nehmen. Die genaue Art der Krebserkrankung wurde nie mitgeteilt. In diesem Jahr hatte er sich aber als "völlig geheilt" erklärt.

Auch in den vergangenen Wochen seit seiner Wiederwahl trat der sonst wenig medienscheue Präsident nur relativ selten in der Öffentlichkeit und beteiligte sich auch kaum am Wahlkampf für die Gouverneurswahl am 16. Dezember.

Der seit 1999 regierende linkspopulistische Politiker war erst Anfang Oktober wiedergewählt worden. Am 10. Januar 2013 soll der 58-Jährige eigentlich die bis 2019 dauernde Amtszeit antreten.

Chavez bestimmte seinen Stellvertreter Nicolas Maduro zu seinem möglichen Nachfolger. Wenn ihm etwas passiere, das ihn "in welcher Form auch immer arbeitsunfähig" mache, werde Maduro gemäß der Verfassung die Übergangszeit bis zur Abhaltung von Neuwahlen leiten. "Sie wählen Maduro zum neuen Präsidenten, wenn Sie nach meinem Gefühl gehen möchten", fügte er hinzu. "Mit Gottes Gunst werden wir siegen und vorankommen", betonte Chávez.

joe/AFP/DPA / DPA
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