VG-Wort Pixel

Verhandlungen im Gaza-Konflikt Palästinenser sollen sich mit Israel im Grundsatz einig sein


Gibt es bald eine langfristige Waffenruhe im Gazastreifen? Nach palästinensischen Angaben haben sich Israel und die Palästinenser bei den Verhandlungen in wichtigen Punkten geeinigt.

Bei den Waffenruhe-Verhandlungen unter ägyptischer Vermittlung haben Israel und die Palästinenser nach Angaben des palästinensischen Politikers Aschraf al-Adschrami eine grundsätzliche Einigung in Stichpunkten erzielt. Diese Einigung habe eine Verlängerung der Feuerpause im Gazakrieg um weitere 24 Stunden ermöglicht, sagte er dem israelischen Armeesender. "Die Punkte sind der Wiederaufbau des Gazastreifens, die Aufhebung der Blockade, die Öffnung der Grenzübergänge, die Lösung der Stromprobleme, die Einfuhr von Baumaterialien unter internationaler Kontrolle und die Ausweitung der Fischereizone im Gazastreifen", so Al-Adschrami, der als Vertrauter des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas gilt.

Von israelischer Seite gab es dazu zunächst keine Bestätigung. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte das israelische Verhandlungsteam bei den Gesprächen in Kairo angewiesen, auf den israelischen Sicherheitsinteressen zu bestehen.

Al-Adschrami sagte, die Einigung enthalte nicht die israelische Forderung nach einer Entmilitarisierung des Gazastreifens. Stattdessen habe man sich unter US-Vermittlung auf Mechanismen geeinigt, die eine Wiederbewaffnung der radikal-islamischen Hamas verhindern sollten. Es gebe noch einige Punkte, die verhandelt werden müssten, wie die Forderung nach einem See- und Flughafen in Gaza, die Pufferzone im Grenzgebiet sowie die Rückführung der Leichen zweier israelischer Soldaten.

Bevor in der Nacht zum Dienstag eine Feuerpause auslief, hatten sich Israel und die Palästinenser bereits darauf geeinigt, die Waffen mindestens noch 24 Stunden schweigen zu lassen.

car/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker