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Verschleppte Deutsche: Al Kaida bekennt sich zu Entführung in Mali

Nach der Entführung einer deutschen Touristin und drei weiterer Europäer in Mali ist ein Bekennertonband aufgetaucht. Darin übernimmt die Terrorgruppe al Kaida im Maghreb die Verantwortung für die Tat und kündigt Forderungen an.

Die Entführung einer Deutschen und drei weiterer europäischer Touristen Ende Januar in Mali geht offenbar auf das Konto der Terrorgruppe al Kaida im Maghreb. Der arabische Sender Al Dschasira strahlte in der Nacht zu Mittwoch eine entsprechende Tonbandbotschaft aus, deren Echtheit jedoch nicht überprüft wurde. Die Stimme auf dem Band soll die des Sprechers von al Kaida im Maghreb, Salah Abu Mohammed, sein.

Die 77 Jahre alte Deutsche war zusammen mit einem Schweizer Ehepaar, einem Briten und einem afrikanischen Fahrer bei der Rückfahrt von einem Tuareg-Kulturfest in Mali verschleppt worden. Algerische Medien hatten bereits vor einigen Tagen berichtet, dass ein Kommando des Anführers Mokhtar Belmokhtar hinter der Entführung stecke. Dieser suche gezielt nach europäischen Opfern, um hohe Lösegelder zu erpressen. Bei der Deutschen handelt es sich um eine pensionierte Lehrerin aus der Nähe von Darmstadt.

Die Al-Kaida-Gruppe bekannte sich in der Audiobotschaft außerdem zu der Entführung des kanadischen UN-Diplomaten Robert Fowler und dessen Mitarbeiter in Niger am 14. Dezember. Die Kämpfer behielten sich das Recht vor, ihre Geiseln nach den Regeln der islamischen Scharia zu behandeln. Forderungen nannten sie nicht. Diese würden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

AP/DPA / AP / DPA