Vier Palästinenser im Tunnel erstickt Hamas wirft Ägypten "schreckliches Verbrechen" vor


In einem Tunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen sind nach Angaben der Hamas vier Palästinenser ums Leben gekommen. Das Innenministerium in Gaza beschuldigte ägyptische Sicherheitskräfte, Gas eingeleitet zu haben. Von ägyptischer Seite wurde dies zurückgewiesen.

In einem Tunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen sind nach Angaben der Hamas vier Palästinenser ums Leben gekommen. Das Innenministerium in Gaza beschuldigte ägyptische Sicherheitskräfte, Gas eingeleitet zu haben. Von ägyptischer Seite wurde dies zurückgewiesen.

Ein Klinikarzt in der Grenzstadt Rafah, Hamdan Abu Latifa, sagte, die Schmuggler seien erstickt. Hamas-Sprecher Fausi Barhum nannte den Vorfall ein "schreckliches Verbrechen an einfachen palästinensischen Arbeitern, die nur versuchen, ihr täglich Brot zu verdienen".

Dagegen sagte ein Vertreter des ägyptischen Geheimdienstes, die Sicherheitskräfte hätten mehrere Tunnel-Eingänge gesprengt. Das sei gängige Praxis, um die Tunnel unbrauchbar zu machen. Durch das Feuer, das die Explosion entfache, werde der Sauerstoff unter der Erde verbraucht. Halten sich noch Menschen in dem Tunnel auf, können diese ersticken.

Israel und die USA haben Ägypten wiederholt gedrängt, mehr gegen den Schmuggel an seiner Grenze zum Gazastreifen zu unternehmen. Durch die Tunnel gelangen ständig Waffen in das Gebiet. Die 1,5 Millionen Bewohner des Gazastreifens sind aber auch darauf angewiesen, auf diesem Weg mit Nahrungsmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs versorgt zu werden. Die offiziellen Grenzübergänge zwischen dem Gazastreifen und Ägypten beziehungsweise Israel sind geschlossen, seit die islamisch-fundamentalistische Hamas vor knapp drei Jahren die Macht in dem Gebiet übernommen hatte.

APN APN

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