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Washington Memo: Bushdämmerung

Es ist ja nicht so, dass es ihn gar nicht mehr gibt - auch wenn die Schlagzeilen Endlos-Wahlkämpferin Hillary C. und dem Charmebolzen Barack O. gelten. Doch manchmal scheint es, als sei US-Präsident George W. Bush schon in Vergessenheit geraten. Zum Glück heiratet nun Tochter Jenna - wenigstens ein Lichtblick in seinen letzten Monaten im Amt.

Von Katja Gloger, Washington

Tochter Jenna, bald glückliche Braut, brachte die Sache ebenso klar wie unbekümmert auf den Punkt: "Es ist Zeit für einen Anderen auf CNN", sagte sie in einem Interview über das anstehende Ende einer Ära. "Ich will meine Eltern zurück."

Also - Vorhang auf für Szenen aus dem Finale eines Präsidentenlebens: Vergangene Woche etwa, in St. Louis, bei der High-Tech Firma "World Wide Technology". Da saß Präsident George W. Bush in einer Art Klassenzimmer vor einem Computer mit Videoschaltung zu anderen Computern draußen im weiten Land, man wollte ihm wohl moderne Kommunikationstechnologie vorführen. Er plauderte mit einem Arbeiter im texanischen Dallas und zeigte, was ihn wirklich beschäftigt: "Sag' allen da unten Bescheid, dass ich in zehn Monaten nach Hause komme."

So schlecht beurteilt wie noch kein Anderer

Es sind noch achteinhalb Monate, Mr. President. Aber man will ja nicht pingelig sein - wenn man mal von den 71 Prozent der Amerikaner absieht, die meinen, der Mann einen schlechten Job. So schlecht wurde noch nie ein Präsident beurteilt, seit diese Frage zum ersten Mal gestellt wurde. Und das war in den 30er Jahren.

Am vergangenen Montag etwa, kurz nach sieben Uhr morgens, erlebten die Zuschauer der Sendung "Good morning America" ein eindringliches Live-Interview mit dem Präsidentenehepaar. Mochte da draußen in der Welt die Debatte um Wirtschaftskrisen, Immobiliendesaster, den schwachen Dollar steigende Benzinpreise toben - in der Reihe "Sieben Wunder Amerikas" wurde der Präsident über den Garten des Weißen Hauses befragt. "Ein wunderbarer Ort", schwärmte der Hausherr, "Im Frühling sind die Blumen fantastisch. Im Herbst sieht es so frisch aus. Im Winter liegt viel Schnee. Und im Sommer ist es wirklich heiß."

Er schickt Gattin Laura vor

An diesem Morgen wurden bereits Tausende Tote aus dem zyklonverwüsteten Burma gemeldet. Und ganz anders als bei Hurrikan "Katrina" in New Orleans reagierte der Präsident dieses Mal umgehend und konsequent: Er schickte Gattin Laura vor die Kameras. Denn sie hat sich in den vergangenen Jahren sehr für die Menschenrechtsbewegung in Burma engagiert.

In einer kurzen Stellungnahme kritisierte Laura Bush die Militärjunta. Dann musste sie Fragen zur bevorstehenden Hochzeit ihrer Tochter beantworten. Und der Präsident? An diesem Tag absolvierte er ein Festessen zum mexikanischen Unabhängigkeitstag. Außerdem kam ein Hund zu Besuch, ein Beagle namens Uno, Sieger eines Hundewettbewerbs.

Innenpolitisch läuft kaum noch was

Zugegeben - kein US-Präsident hat es einfach in seinem letzten, dem verflixten achten Amtsjahr. Stets gilt er als "lahme Ente". Innenpolitisch läuft kaum noch was, in der Außenpolitik werden meistens kühnere Projekte wie der Frieden im Nahen Osten in Angriff genommen - die Verhandlungen kann dann ja der nächste Präsident weiterführen.

Die Reporter hängen nicht mehr am White-House-Kaffeeautomaten rum - sie sind auf dem "campaign trail", auf Wahlkampfreise mit potentiellen Nachfolgern. Der Kongress macht sowieso, was er will - selbst ausländische Staatsmänner schauen nur noch auf ein bye-bye vorbei. Und ansonsten schreiben die Experten Bücher über das Amerika nach der Ära Bush. Einer der Titel lautet: "Die post-amerikanische Welt".

Doch es scheint, als wolle man von George W. Bush eigentlich gar nichts mehr wissen. Manchmal scheint es in diesen Tagen, als sei er schon Vergangenheit, beinahe vergessen. Es herrsche "Präsidentendämmerung", befand die "Washington Post". Es herrscht Bushdämmerung.

Preise steigen fast täglich

Draußen im Land, da steigen Lebensmittel- und Benzinpreise fast täglich - und was macht der Präsident? Stellt sich den Rosengarten und fordert sturköpfig zum x-sten Mal Ölbohrungen im Naturschutzgebiet ANWR in Alaska. Was passiert? Einige Kongressabgeordnete heulen pflichtgemäß kurz auf - und gehen zur Tagesordnung über.

Da legt er dem Kongress alle möglichen Initiativen vor, ein angeblich dringend nötiges Freihandelsabkommen mit Kolumbien etwa oder seine kruden Vorstellungen zur Klimapolitik. Reaktion? Null. "Ich bin perplex", sagt der Präsident dazu und wittert Verschwörung: "Ich glaube, die Demokraten kümmern sich nicht um das amerikanische Volk."

Ein Sieg im Krieg gegen den Terror

Zwar kann in achteinhalb Monaten noch eine ganze Menge passieren, kann die Lage im Irak, im Iran eskalieren. Doch im Moment scheint es, als suche Bush nahezu verzweifelt nach Gelegenheiten, sich als prinzipienfester Hüter konservativer amerikanischer Werte darzustellen. Resolut, entschlossen, ein Mann, den nur noch das Urteil der Historiker interessiert. Nur so richtig klappen will das nicht. Seine Steuersenkungen für Reiche zum Gesetz machen? Der Kongress debattiert noch nicht einmal darüber. Der Irak-Krieg? Längst haben die Präsidentschaftskandidaten das Thema besetzt und debattieren über den Teilabzug.

Hoffnungsschimmer für einen Eintrag ins Geschichtsbuch wären noch die Prozesse gegen hochrangige al Kaida-Terroristen, die nach Jahren in geheimen Lagern der CIA nun in Guantanamo sitzen. Es wäre ein Symbol, ein Sieg in seinem weltweiten Krieg gegen den Terror. Gerichtsverfahren noch während Bushs Amtszeit wären von "strategischer politischer Bedeutung", meinte ein hoher Militär aus dem Pentagon. Doch im Moment scheint es ziemlich fraglich, dass es dazu noch kommt. Es wurde bislang noch nicht einmal offiziell Anklage erhoben.

So muss sich der Präsident der Weltmacht Nummer Eins mit Gefälligkeitsterminen begnügen, In dieser Woche gehören ein Treffen mit dem Präsidenten von Panama und die Ehrung der "Soldatengattin des Jahres" dazu.

Doch er darf sich wenigstens auf ein schönes Wochenende freuen, dort, wo George W. Bush wirklich zu Hause ist. Auf seiner Ranch in Crawford heiratet am frühen Samstag Abend seine Tochter Jenna - unter einem eigens errichteten Kreuz aus texanischem Sandstein, wie Bush zu berichten wusste. "Wir werden lachen, weinen, ordentlich auf die Pauke hauen", freut er sich. "Wir werden eine wunderbare Zeit haben." Ein lauer Wind wird wehen, das texanische Wildgras wird duften, die Garderobe der Damen ist auf die Farbe der Blumen abgestimmt, die Sterne werden glitzern und unterm weißen Zeltdach wird getanzt.

"Lachen, weinen, auf die Pauke hauen". Der Mann bleibt sich treu. Doch diesen wunderbaren Tag, den will man ihm gerne gönnen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(